Rede an die Abiturient*innen 2024

 

»Ich möchte mich auf die Suche machen nach dem Wissen des 19-Jährigen, verhindern, dass sich immer tiefer in mir auslöscht, was ich vergessen habe. Ich möchte sprechen als Lernender und nicht als Lehrer.«

Halten, etwa im Sinne von Aushalten, Innehalten, Umarmen … Das sind nur einige mögliche Ausgestaltungen eines Begriffs, der zentral ist für das Denken von Deniz Utlu und titelgebend für die Rede, die er 2024 für die saarländischen Abiturientinnen und Abiturienten verfasst hat. Utlu versucht darin, mit seinem 19-jährigen Ich in Verbindung zu treten. Der junge Mann wehrt sich, wirft dem 20 Jahre Älteren Verrat an den eigenen Idealen vor, gezähmtes Denken. Doch der heutige Deniz Utlu gräbt sich zu ihm durch, fördert Vergessenes zu Tage, lässt die beiden Ichs zeitweise kongruent werden.

Aus Tilla Fuchs’ Nachwort zur Rede an die Abiturient*innen 2024


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