Bilanz und Perspektiven von Montanregionen im europäischen Vergleich

Auf dem Weg zur E-Mobilität und zum sogenannten grünen Stahl steht Deutschland ein massiver Strukturwandel bevor. Das betrifft insbesondere das Saarland mit seiner erfolgreich restrukturierten Stahlindustrie und seinen zahlreichen Arbeitsplätzen in der Autobranche.   

In dieser Situation lohnt sich der Blick auf die schwere Krise von Kohle und Stahl in den 1960er Jahren und dann vor allem wieder ab 1975. Der vorliegende Band gibt einen Überblick über Ursachen, Entstehung und Verlauf dieser Strukturkrise und analysiert die Strategien zu ihrer Lösung.

Verschiedene Reviere wie das Saarland, Nordrhein-Westfalen, die lothringischen Departements Moselle und Meurthe-et-Moselle sowie das Großherzogtum Luxemburg werden in den Blick genommen und miteinander verglichen. Dabei zeigen sich erstaunliche Unterschiede. Mit Ausnahme von Luxemburg hat die Strukturkrise die betroffenen Regionen existenziell erschüttert und bis heute geschwächt, wie man am Beispiel Lothringens und in abgeschwächter Form auch in einigen ehemaligen saarländischen Montanstädten beobachten kann.

Die bis heute spürbaren Verwerfungen machen vor dem Hintergrund zukünftiger Prozesse deutlich, dass Strukturkrisen nicht nur an die Substanz der Wirtschaft gehen, sondern auch an das Fundament der Gesellschaft und unserer Demokratie.

 

 

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