Die Série Noire ist eine der wichtigsten französischen Krimireihen. Ihr Gründer Marc
Duhamel hatte 1945 zunächst das Ziel, amerikanische Kriminalromane auf französisch zu
veröffentlichen. Schnell kamen französische Autoren unter amerikanisierten Pseudonymen
hinzu. Heute werden bei der Série Noire Krimis von internationalen Autoren verlegt. Die
Kollektion hat den Anspruch gesellschaftsrelevante Themen widerzuspiegeln.
Marc Duhamel sagte über die Série Noire * :
»Freunde von Rätseln nach Art des Sherlock Holmes kommen bei der Série Noire nicht auf
ihre Kosten. Ebensowenig wie systematischer Optimismus. In dieser Art von Literatur wird
unmoralisches Verhalten doch nur zugelassen, um der herrschenden Moral als
Schreckgespenst gegenüber gestellt zu werden. […] Der Geist der Série Noire ist nicht
konformistisch. Es gibt Polizisten, die korrupter sind als die Verbrecher, die sie verfolgen.
Der sympathische Detektiv schafft es nicht immer, das Rätsel zu lösen. Manchmal gibt es
allerdings gar kein Rätsel und manchmal gibt es noch nicht mal
einen
Detektiv.«
Auch in Amilas “schwarzen Romanen” geht es
hinter der Fassade einer aktionreichen Handlung
um soziale Unterschiede, tiefes Unverständnis in
Paarbeziehungen, falsch verstandene Ehre,
Erniedrigung und Demütigung, Ideale, die mit
sozialen Realitäten kollidieren und gefährliche
Ideologien.