Der Roman ist 1947 bei Gallimard erschienen. Die Geschichte spielt in Frankreich im Jahr
1946. Vordergründig ist ein Jahr nach Kriegsende die bürgerliche Ordnung wieder hergestellt.
Doch im Verborgenen kämpfen ehemalige Mitglieder der Résistance mit gewalttätigen
Aktionen gegen ehemalige Nazikollaborateure und solche, die aus dem Krieg und der
deutschen Besatzung Profit geschlagen haben.
Laurent, ein ehemaliger Häftling, wird nach seiner Haftentlassung von der Gruppe
aufgenommen. Doch deren blutige Aktivitäten werden von der Bevölkerung und den
staatlichen Behörden immer weniger akzeptiert. Um schließlich einer Strafverfolgung zu
entgehen, beschließt die Gruppe, eines ihrer Mitglieder zu opfern. Die Wahl fällt auf Laurent,
dem Fluchthilfe und eine neue Identität versprochen wird. Doch der Plan geht nicht auf und
die Geschichte endet im blutigen Eclat.
Jean Meckert war selbst Mitglied der Résistance. In seinem Roman zeigt er auf, wie einstige
Ideale zerbrechen und in ihr Gegenteil verkehrt werden. Er zeichnet somit ungewöhnlich früh
ein kritisches Bild des von ehemaligen Résistance-Mitgliedern unternommenen
Rachefeldzugs gegen die Kollaborateure im zweiten Weltkrieg und stellt die negativen Folgen
der bedingungslosen Unterwerfung eines Menschen unter eine Ideologie dar.
Der Roman ist nicht auf deutsch erschienen.
Aus: French Connection IV, S. 9-11