Schreiben zwischen sozialer Realität und Utopie
Jean Amila
Leseproben
»Der Mond über Omaha«
1) Der Mond von Omaha geht auf
» Mason verspürte einen dumpfen Schmerz in seiner ver-wundeten Seite. Am Schein des feuerroten
Himmels, der mitten in der Nacht rötliche Schatten tanzen ließ, sah er den Mond aufgehen. Er stieg die
Treppe empor und war keineswegs überrascht, Norah am Ende der Außentreppe vor-zufinden, wie sie
fasziniert das leuchtend rote Gestirn be-trachtete, das genau über der Säulenhalle der Gedenkstätte stand.
Wie mehrmals im Jahr ging jetzt, gegen Mitternacht, unförmig und gewaltig aufgedunsen, der Mond des
Wahnsinns auf. In einer oder zwei Stunden würde er dann wie-der seinen gewohnten Platz am Himmel über
dem Friedhof einnehmen. Aber in diesen Nächten, in denen die Hunde so schrecklich heulten, schien das
Ende der Welt unmittelbar bevorzustehen, denn es sah so aus, als habe das Gestirn sei-ne noch am Vortag
eingenommene normale Stellung verlassen und falle sofort auf die Erde.
In jedem Satz Tarotkarten gibt es eine Karte, auf der zwei Wölfe abgebildet sind, die den Mond anheulen.
Von dem Mond fallen zwischen zwei großen Türmen, die als Symbol für die Grenzen der Erkenntnis stehen,
Blutstropfen zu Boden, während sich gleichzeitig ein Krebs über den Grund eines Beckens bewegt. Diese
Karte trägt den Namen „der Mond“. Sie ist ein Symbol für die Angst und diese ist so alt wie die Welt: Dann
ruft sich der Mensch ins Gedächtnis, dass er einmal sterben muss.
Im Banne des unheilbringenden Gestirns blieb das Paar eine Zeit lang Hand in Hand stehen. Langsam
verließ der Mond seine Position über der Säulenhalle, um seinen gewohnten Lauf zu beginnen. Er fing an zu
schrumpfen, immer heller und silbriger zu werden, bis er schließlich wieder der allen Menschen wohl
bekannte gute, alte Mond war. Auch die beiden Hunde beruhigten sich und beendeten ihr schauerliches
Geheul.«
 »Mond über Omaha« S. 191/2
2) Der ehemalige Sergeant, Reilly, pflegt heute den Soldatenfriedhof von Omaha Beach. Der
Wahnsinn des Kampfes am Strand von Omaha wurde in Ordnung gebracht
» Zwölf Jahre seines Lebens hatte Reilly bereits hier verbracht, und er kannte jeden Fußbreit des Geländes.
Fast direkt unterhalb der Orientierungstafel stand der Gedenkstein für die 6. Pionierbrigade, etwas weiter
gegen Westen der schwarze Marmorobelisk, der an die erste Infanteriedivision erinnerte.
Heute war kein besonderer Tag. Reilly hatte seine Orden zu Hause gelassen, aber am Revers seiner
Uniformjacke hingen die drei Bänder mit dem Silver Star, dem Purple Heart und dem D.S. Cross in einer
Reihe nebeneinander. Reilly war mehr als nur ein Friedhofswärter: Er war ein Held.
Er bedauerte bloß, dass der Ort, wo er so schwer verwundet worden war, auf französischem Boden lag und
nicht hier in der US-Enklave. Es handelte sich nur um etwa zwanzig Meter: auf dem anderen Ufer des
fußbreiten Bächleins, in dem es Krebse gab und das hier über die Kiesel plätscherte, bis es schließlich im
Sand des Strandes versickerte.
Das war jetzt alles schon bald zwanzig Jahre her und so-mit schon längst Geschichte. Kolonnenweise
rückten heute die Touristen in vollgestopften Bussen an, sie trugen Shorts und nahmen an der Rundfahrt zu
den Landungsstränden teil. Da ging es zum künstlichen Hafen von Arromanches, dem Gedenkstein in
Sainte-Marie-du-Mont, zu zerbombten Bunkern auf der Pointe du Hoc und in Omaha Beach gab es einen
vierzigminütigen Aufenthalt zur Besichtigung der Gräber, die eine Fläche von sechzehn Hektar einnahmen.
In etwa eineinhalb Stunden würde das große Tor für die Besucher geönet werden. Doch die Arbeiter, die
sich um die Instandhaltung des Soldatenfriedhofes kümmerten, knatterten schon auf ihren Mopeds heran.
Aus Frankreich waren hier nur die Arbeiter. Alles übrige, das Leitungspersonal, die Kreuze, die Denkmäler,
ja sogar die symbolische Humusschicht, das alles war aus den USA eingeführt worden. Und natürlich auch
die etwa sechstausend Leichen, die nur zum Teil hatten identifiziert werden können. Die Leichen jener
jungen Männer, die vor zwanzig Jahren den Atlantik überquert hatten, um sich auf einem Strand in der
Normandie abschlachten zu lassen.
Die Gräber waren alphabetisch geordnet, die Namenszüge schauten nach Westen, in Richtung Amerika.
Zwölf Jahre hatte Reilly hier schon verbracht und er kannte sie alle aus dem Ee. Eigentlich war es nichts
als ein riesiges mit Rasen bedecktes Grab, auf dem ein Heer von weißen Kreuzen aufmarschiert war. Hier
standen sie tadellos in Reih und Glied, sowohl in den Achsen als auch in den Diagonalen.
Doch an einem Dutzend dieser Kreuze hing Reilly besonders.
Etwa einmal in der Woche nahm er, wie er es nannte, den Appell seines Zuges ab: Er lief dabei im Zickzack,
aber immer einem ganz bestimmten Weg folgend, den großen Friedhof ab, von einem Ende zum anderen.
Zunächst ging es zu Wilson, Randolph und Pritchard, die im Bereich des nördlichen Küstenstreifens lagen.
Fast am Rand des Plateaus hatten sie eigentlich die besten Plätze.
Dann marschierte er wieder zurück bis zur runden Kapelle, die in der Mitte des Friedhofs lag. Fast zärtlich
berührte er im Vorbeigehen die Kreuze von Harry, Gordon, Hann und das Kreuz des „Veteranen“ Hutchins,
der hier endgültig gestrandet war, nachdem er die Tunesien-, Sizilien- und Italienfeldzüge überlebt hatte.
In der Nähe des Beckens lag Martin, der Scharfschütze, an dessen Gesicht er sich nicht einmal mehr erinnern
konnte. Dekan, auch ein Scharfschütze, lag im Bereich des südlichen Küstenstreifens, nicht weit entfernt von
den Häusern des Dienstpersonals.
Der dritte Scharfschütze, der „Veteran“ Brown, lag nicht weit entfernt vom MG-Schützen Bowser gleich an
der Spitze einer Gräberreihe.
Länger verweilte er vor dem Kreuz von James R. Bancroft, einem weiteren Veteranen, der in Gela, Troina
und Anzio dabeigewesen war. Bancroft hatte stets an allem etwas auszusetzen gehabt.
An dem großen Bronzestandbild des Memorials vorbei führte ihn sein Weg dann zur Gedenktafel, auf der
die Namen der Männer zu lesen waren, von deren in tausend Teile zerfetzten Leichen rein gar nichts mehr
übrig geblieben war. Dort war inmitten tausend anderer der Name des letzten Mannes seines Trupps,
Cornell, zu lesen.
Der Zug war vollständig angetreten!
Ja, es war tatsächlich so gewesen: Reillys ganze Mannschaft, der vierte Zug der Kompanie C, war völlig
vernichtet worden. Der einzige Überlebende, Sergeant Reilly selbst, war am Morgen des siebten Juni auf das
Sanitätsschi gebracht worden. Er hatte überhaupt nichts mehr mitbekommen. Von Ruhmestaten war
damals noch keine Rede.
Der Ruhm war später gekommen, ganz plötzlich, wie ein Paukenschlag. Es war September, die Front war an
der deutschen Grenze ins Stocken geraten. Reilly war zurück in die Vereinigten Staaten in ein
Militärkrankenhaus gebracht worden. Da hatte der Psychological Warfare der ersten Armee Ernie Pyle über
das, was geschehen war, ins Bild gesetzt und der berühmte Kriegsberichterstatter hatte dann eine erhebende
Heldengeschichte daraus gemacht. Die Zeugenaussagen hatten übereingestimmt: Es konnte mit ziemlicher
Gewissheit davon ausgegangen werden, dass die ersten Amerikaner, die am Morgen des sechsten Juni die
feindlichen Linien durchdrungen hatten, Reillys Männer gewesen waren. Die letzten hatten gegen 10.15 das
Plateau von Saint-Laurent erreicht und waren dort gefallen.
Der Tau hielt sich noch in den langen Schatten, die die frühe Morgensonne noch nicht verscheucht hatte.
Reilly ging auf den Geräteschuppen zu, vor dem sich ein Blechdach für die Mopeds der Arbeiter befand. Auf
dem Friedhof waren fünf Gärtner fest angestellt, außerdem eine wechselnde Zahl an Männern aus Colleville
und Saint-Laurent, die vormittags die Wege pflegten und den Rasen mäh-ten.
Reilly gab Tronelle die Hand und warf ein „Guten Morgen, meine Herren“ in die Runde.
„Morgen, Sergeant!“
Er war für alle nur der Sergeant. Die meisten wussten nicht einmal seinen richtigen Namen. Als der wahre
Herr im Haus hatte Reilly eine sehr direkte Hierarchie eingeführt und gab seine Anweisungen nur an
Tronelle. Er kannte aber den Namen eines jeden Mannes und mit einem kurzen Blick in die Runde hielt er
im Geiste den Morgenappell ab. « S. 26-30
3) Der Friedhofswärter und amerikanische Kriegsheld Sergeant Reilly denkt über den
normannischen Bauern Amédée Delouis nach
»Amédée Delouis war einer der wenigen Gärtner in Frankreich, die für ein ganzes Jahr bezahlt wurden,
Sozialversicherung kassierten, bezahlten Urlaub bekamen und was es da sonst noch so alles gab.
Ein richtiger Rekordmeister! Mit Urlaub, Krankheitstagen und entschuldigtem Fehlen holte er jedes Jahr auf
Kosten des amerikanischen Steuerzahlers drei oder vier Monate Erholungsurlaub heraus!
Die Tatsache, dass er der allgemein anerkannte inozielle Lieferant von Mist und Kompost war, machte ihn
so mächtig. Denn, Gott sei‘s geklagt, sämtliche Sträucher, Beete, Essigrosen und Pflänzchen begnügten sich
nicht mehr mit der symbolischen amerikanischen Humusschicht. Da musste französischer Mist her!
Eine richtige Mistmafia, die Kerle! Jedes Mal, wenn versucht worden war, Amédée aus dem Verkehr zu
ziehen, war auch gleich die Kacke am Dampfen: Sie bekamen mit dem Mist gleich die Wurzelfäule
mitgeliefert oder in dem Mist wimmelte es nur so von Engerlingen, die ihnen sämtliche Pflanzen abfraßen.
Sollte man vielleicht Klage erheben? Das würde zu weit führen und den ach so sympathischen
Einheimischen einen Anlass bieten, sich lustig zu machen. Der Buchhalter des Friedhofkomplexes hatte sich
lieber mit Amédée zusammengesetzt und einen Kompromiss ausgehandelt. Seitdem war der Mist gesund
(das war für Delouis Ehrensache!): Er arbeitete acht Monate, wenn auch nicht im wörtlichen Sinne.
Im Sterben lag er also, der alte Halunke! Und wollte auch noch mit ihm sprechen! Reilly kannte diesen alten
Gauner. Der wollte sich sicher nicht bei ihm entschuldigen. Was hatte er bloß wieder ausgeheckt, dieser
widerliche Geizkragen, der die meiste Zeit damit zubrachte, seinen Kautabak direkt vor die Marmorkreuze
zu spucken: „Ist gut gegen das Ungeziefer, Sergeant!“
Was wollte er denn noch, lag er nicht schon auf dem Totenbett? Vielleicht ein Staatsbegräbnis auf Kosten
der US-Armee?
„Ich werde nicht hingehen!“, beschloss Reilly.
Da gab es noch weit schlimmere Dinge, die ihm zu schaffen machten.
Er ging kurz ins Haus zurück. Er würde nun ein, zwei Stunden die Arbeiten beaufsichtigen und deswegen
zog er seine Uniformjacke aus und schlüpfte in eine Trainingsjacke.
Selbstverständlich nahm er niemals selbst ein Gartengerät in die Hand. Er war ja schließlich nicht umsonst
Sergeant!«
S.32/33
4) George Hutchings und die Frau von Sergeant Reilly nehmen ein nächtliches Bad im Meer
» „Sie haben doch nicht ernsthaft vor, ins Wasser zu gehen?“
„Warum nicht?“, sagte Hutchins.
Er lachte, tätschelte ihr die Wange und duzte sie freundschaftlich.
„Du bist süß.“
„Was gibt es denn da zu lachen?“
„Nichts! Als ich das vorletzte Mal hier gebadet habe, waren wir nicht auf Vergnügen aus.“
Sie näherten sich den Wellen. Hutchins faltete sorgfältig seine Jacke zusammen und legte sie auf seine
Schuhe, danach zog er sich den Pullover aus.
„Brr!“, sagte die Kleine. „Ich friere ja schon beim bloßen Hinsehen!“
Sein nackter Oberkörper glänzte hell im Mondlicht. Er hatte kein Gramm Fett am Körper, seine Taille
zeichnete sich deutlich ab und er sah sehr jung, fast wie ein Kind, aus. Selbst sein Lachen hatte etwas
Jugendhaftes.
„Ich heiße Hutchins“, rief er voller Begeisterung. „Ich fühle mich zwanzig Jahre jünger! Das müssen wir
feiern! Auf, Claudine, komm mit ins Wasser!“
Er ließ die Hose fallen. Nackt. Er war nackt. Sein Glied ragte in die Luft. Es war wunderbar, es passte genau
zu Ort und Zeit. Ein großes Kind in einer völlig neuen Welt.
„Sie sind schon verrückt“, sagte sie liebevoll. „Sie werden sich noch den Tod holen.“
Mit ausgestreckten Armen wie ein Seiltänzer und nackten Hinterbacken, die sich im selben Rhythmus wie
die muskulösen Schultern bewegten, lief er lustvoll in Richtung Meer. Wie jemand, der aus purem
Vergnügen läuft.
„Warten Sie!“, schrie sie.
Sie legte den roten Bademantel ab und zog sich das Nachthemd über den Kopf. Als er sich umdrehte, spritzte
das Wasser unter seinen großen Schritten auf. Da sah er, wie sie wie eine weiße Gestalt mit einer dunklen
Scham und kleinen wippenden Brüsten auf ihn zulief. „Hello!“ Er stürzte sich mit dem Kopf voran in die
Wellen. Im schwarzen Wasser war es beinahe wärmer als im Mondschein am Strand. Es wurde wieder zu der
guten alten Nährflüssigkeit aus ewig weit zurückliegenden Urzeiten. Es trug einen, es brannte auf der Haut,
es brachte die Augen zum Tränen und nahm einem die Luft weg. Es verband sie mit den Anfängen der Zeit.
Hutchins war ein guter Schwimmer. Die Kleine aber auch. Ohne Angst folgte sie ihm aufs Meer hinaus, und
von Zeit zu Zeit riefen sie einander sinnlose Worte wie Luftschlangen zu.
„Das Meer ist klasse!“
„Gewaltig! Toll!“
Hutchins schwamm oft im Loing. Er war ungemein ausdauernd und konnte vier Stunden am Stück
schwimmen, ohne zu ermüden, aber die Kleine hatte die bessere Technik. Mühelos erreichte sie ihn und glitt 
mit ihrem kleinen, muskulösen Hintern, dessen Rundungen durch die Wellenbewegungen unterstrichen
wurden, an ihm vorbei.
Die Dünung war sehr schwach, gerade mal so stark, wie nötig war, um in den Wellentälern ganz allein auf
der Welt zu sein. Er hörte, wie sie ihn rief.
„He, ho .... He, Phantom!“
Er holte sie ein.
„Wie haben sie mich gerade genannt?“
„Ich weiß ihren Namen nicht mehr.“
„Dschodsch Hutchins.“
„Angenehm.“
Vor Vergnügen prustete sie wie ein Seehund ins Wasser. Danach bemerkte sie: „Das ist toll hier!“ „Seit
zwanzig Jahren bin ich nicht mehr so glücklich gewesen!“, schrie der Mann, bevor er wie ein Delphin in die
Fluten tauchte.
Einige Zeit lang vergnügten sie sich damit, auf dem Rücken liegend, mit den Beinen zu strampeln. Schaum
spritzte auf. Sie waren nackt und bewegten sich völlig unbefangen. Wie Kinder hatten sie Lust, sich
gegenseitig zu berühren, aber in dem dunklen und kalten Wasser ging das Ganze über kleine Schläge, über
gegenseitiges Zuprusten nicht hinaus. Ab und zu war ein kleiner Schrei der jungen Frau zu hören. Sie waren
wieder zwölf Jahre alt, unbekümmert und unschuldig im acht Grad kalten Wasser.
Im eisigen Wasser schienen ihre Glieder zu erstarren. Ihr heißes Blut und ihre keuchenden Atemstöße
mussten dem entgegenwirken.
„Kennst du Atlantic City?“
„Nein. Mit Steve war ich nur in New York und Washington. Das ist viel besser als Topeka.“
„Kenne ich nicht.“
„Meine Haare sind klatschnass. – Brr, ist mir kalt. Ich schwimme zurück. Und du?“
Er nahm sie an einer Hand und sie schwammen, einander zugewandt, gemeinsam mit Beinstößen zum
Strand zurück.
„Wird Steve eifersüchtig sein?“
„Ich weiß nicht, ob ihm das gefallen würde, was wir hier so machen! Weißt du, er ist ein wenig altmodisch!“
„Du siehst gut aus!“
„Aber hör mal! Für ein Phantom hast du dich auch nicht schlecht gehalten, Dschodsch Atschum.“
„Hutchins.“
„Herr Dschodsch Hutchins“, strengte sie sich an. „Willst du wieder deinen früheren Namen annehmen?“
„Sicher!“
Er wollte sie an sich ziehen. Da ließ sie seine Hand los, aber ohne sich von ihm zu entfernen. Sie
schwammen weiter auf den Strand zu.
„Deine Frau ist nett. Sie mag dich sehr gern.“
Er sagte nichts. Plötzlich fühlte er sich wieder neunzehn Jahre zurückversetzt, als er in einer eisigen
Morgendämmerung unter der Last seiner schweren Ausrüstung unter Beschuss aus den Bunkern gegen das
Ertrinken kämpfe, und es ihm schon klar war, dass er Kanonenfutter war.
Sie hatten wieder festen Grund unter den Füßen. Nackt und vor Kälte zitternd erhoben sie sich gemeinsam
und nahmen sich wieder an der Hand.
„Eigentlich war es gut, dass ich abgehauen bin“, stammelte er mit klammen Lippen. „Ich bin doch kein
Feigling.“
„Was sagst du da?“
Ihm wurde klar, dass sie einfach nur freundlich zu ihm war, dass ihr dies völlig egal war und dass es nicht ihr
Problem war. «
S.204-207