Jean Amila veröffentlichte zunächst unter seinem richtigen Namen Jean Meckert sogenannte
weiße Romane bei der Collection Blanche des französischen Verlags Gallimard, also
Romane, die nicht dem Krimigenre angehören.
Die »Blanche« ist wohl die prestigeträchtigste Reihe von Gallimard.
Der Name bezieht sich auf den crèmefarbenen Einband der ersten gebundenen Bücher, die bei
Gallimard erschienen sind.
Seinem ersten Verleger Raymond Queneau war Amila freundschaftlich verbunden, er sprach
scherzhaft vom »Gebildeten und dem Arbeiter«
Amila sagte über seine Zeit bei Gallimard:
außen vor, es ging ruhig zu. Aber ich kann nicht behaupten, dass ich viele Leser gehabt hätte.
Und als Marc Duhamel gesehen hat, dass ich umgangssprachlich schreibe, ist er zu mir
gekommen und hat gesagt: ‚Das ist genau das, was wir für die
Série Noire brauchen’«.
Zitate aus dem Interview Amila l’Anar de la «Série Noire» in Le matin de Paris, 26/27 octobre 1985
Was ist ein »populärer oder populistischer Autor«?
»Populärer Roman«: leicht konsummierbare Unterhaltungsliteratur
französische Literaturgattung, in der vornehmlich das Leben der "kleinen Leute" literarisch
verarbeitet wird.
Quelle: Julian Löffler: Zur Übersetzung der Kriminalliteratur von Jean Amila: roman populaire, roman populiste? Anlage zu French Connection
VI, 2006.
»Chez Gallimard, j’avais été classé
écrivain populiste, ou prolétarien,
une case bien à part, tranquille. Mais je ne
peux pas dire que j’avais un grand public«