Rezensionen zu "Schenselo"

  • "Den Leser bis zu den letzten Seiten rätseln lassen, wer der Täter sein könnte – gerade dies ist eine hohe Kunst, die längst nicht alle Krimiautoren beherrschen. Kerstin Rech gehört zu denen, die dies können. Bester Beweis: ihr aktuelles Werk Schenselo, erschienen im Saarbrücker Conte-Verlag. [...]"
    Ulrike Paulmann in 20cent
  • "[...] Es sind also im Grunde zwei Geschichten, die hier parallel laufen und doch einander brauchen ein "Täterkrimi" und ein "Opferkrimi". Dafür benötigt Kerstin Rech nicht einmal 200 Seiten, für einen "total überraschenden Schluss" auch , der, hätte man die zweite, die innere Geschichte eher in den Blick bekommen, so überraschend nicht gewesen wäre. [...]
    Sie hat ein intelligent geplottetes Buch vorgelegt, in dem mehr angedeutet als ausgeplappert wird, was für die Wertschätzung spricht, die Kerstin Rech der Leserintelligenz entgegenbringt. Hoffen wir, dass diese LeserInnen es zu honorieren wissen."
    Dieter Paul Rudolph am 07.02.2008 bei Watching the detectives auf hinternet.de
  • "[...] Grundlage und Anstoß zu diesem Buch waren die AUfzeichnungen im Buch "750 Jahre Bierbach", erzählt die Autorin zu Beginn ihrer Lesung. So lassen das fiktive "Neuweiler" und die im Krimi eine wichtige Rolle spielende Klosteranlagen den Bezug zu Bierbach und dem benachbarten Wörschweiler erkennen. So kam es auch zu dem ungewöhnlichen Titel "Schenselo". Geschichtlich handelt es sich um eine Schenkung des Klosters Wörschweiler an das Herzogtum Zweibrücken zu dem Bierbach gehörte. Im Roman ist ebenfalls von einer Schenkung, einem Schatz die Rede, die von dem Tempelritter Schenselo stammt.[...]"
    Erschienen in "Lehrer und Schule heute", 3-4/2008 anlässlich einer Lesung der Autorin.
  • "In Neuweiler könnte es so idyllisch sein: vier Straßen, 20 Häuser, zwei außerhalb liegende Bauernhöfe, ein Heimatmuseum. Doch die dörfliche Idylle ist nur Fassade und selbst diese wird eingerissen. In den kleinbürgerlichen Alltag drängen sich Bösartigkeit und Irrsinn. [...]
    „Ich denke, dass vieles von einer Generation auf die andere übertragen wird“, sagt Kerstin Rech und merkt an: „Positives natürlich auch, aber das ist nicht mein Thema.“ Ihr Thema im „Schenselo“ ist das Negative. Es ist die Brutalität eines alten Patriarchen, der das Leben der Familienmitglieder noch Jahre später ins Chaos stürzt. [...]
    Kerstin Rech schreibt über Helden und Antihelden, über Versager und Psychopathen, über Täter, die zu Opfern, Opfer, die zu Tätern werden. Sie tut dies in einer unspektakulären Alltagssprache. Obwohl fast beiläufig erzählt, saugt das Geschehen den Leser in einen Strudel aus Spannung, Ahnung, Geheimnis und grausamer Realität."
    Christiane Roos in der Saarbrücker Zeitung (Homburger Ausgabe) am 05.02.2008.
  • "[...] Um die Hintergründe der verschiedenen Handlungsebenen zu verstehen, macht die Autorin den Leser zunächst mit den Machenschaften um eine mittelalterliche Schenkung vertraut. Dabei entführt sie ihn in das Zeitalter der Kreuzritter, Grafen und Klöster. Von dieser Epoche ausgehend, entwickelt Kerstin Rech ein raffiniert gesponnenes Handlungsgeflecht, das den Leser „von Abschnitt zu Abschnitt in den Strudel der Ereignisse hineinzieht“, wie es im Klappentext des Buches so treffend formuliert steht. Wie in ihren Krimis zuvor, versteht es die Autorin meisterhaft, Spannung aufzubauen, indem sie die Handlungsabläufe aus der Perspektive unterschiedlicher Personen beleuchtet und somit einen fesselnden Spannungsbogen im Fortgang des Erzählens aufbaut. [...] Beim Showdown ihres Thrillers ist Kerstin Rech wieder ein echter Coup gelungen.
    Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Doch eins ist gewiss: Für alle Krimiliebhaber wird dieses Buch ein Lesevergnügen sein, genau die richtige Lektüre, um sich über die Weihnachtsfeiertage gut unterhalten zu lassen und mal richtig entspannen zu können."
    Erschienen in Die Woch (Homburg) am 06.Dezember 2007.
  • "[...] Kerstin Rech legt in gewohnt hoher Qualität eine spannende Geschichte um ein Dorf und die dunklen Geheimnisse seiner Einwohner ab. Kratzt man an der Oberfläche, darf man sich nicht über die Dinge wundern, die zu Tage treten. Eine gute Lektüre für ein Regenwochende - das Wetter interessiert dann nicht mehr..."
    Markus Walther am 28.08.2007auf Saarkrimi.de
  • "[...] Ein kurzweiliges Krimivergnügen. Die Autorin bereitet dies den Lesern mit einigem Lokalkolorit und glaubhaften Charakteren. […] Gekonnt spitzt sich das Geschehen am Ende rasant zu und überrascht. Gut lesbarer, spannender Krimi mit Thrillereinlagen, lange zurückliegenden Familienstreitereien und historischem Anstrich. Insgesamt gelungen!"
    Erschienen am 31.08.2007 auf Lesekost.de
  • "In der Sparte Krimis gehört Rech zu den Erfolgreicheren im Land. 2003 wurde sie für ihr Romandebüt 'Das fünfte Geschlecht' zu den besten fünf Neulingen unter den Krimiautoren erklärt. Seitdem schreibt sie einen Kriminalroman nach dem anderen – 'Schenselo' ist ihr vierter. [...]
    Es geht um das Böse an sich, um Mystik, um Mord selbstverständlich, Landleben und eine historische Schenkungsurkunde, die womöglich eine getarnte Schatzkarte ist, um Verschwörungen und Geistesverwirrtheit. Ein bisschen geht es aber auch um Sex, liederlichen, und um Liebe, denn der Kommissar Joachim Hoppe verliebt sich in Berit Schock. [...] Die schöne und kluge Berit rätselt darüber, ob die Hintergründe der Tat womöglich bis ins Grab Jesu zurückreichen. Mancher im Dorf ist überzeugt, aus der Kupferkassette sei das pure Böse entsprungen. Und danach beginnen die Ereignisse übereinander zu purzeln. […]
    Weil aus den vergangenen Jahrhunderten manche Merkwürdigkeit überliefert ist, verwirrte Gehirne verwirrende Taten erdenken und in Traumwelten so gut wie alles möglich ist, überrascht „Schenselo“ bis zum Schluss mit etlichen unerwarteten Wendungen. Spannend bleibt der Roman. Und wer der Leibhaftige ist, wer eigentlich Opfer, wer tatsächlich Täter, wird auch wenige Seiten vor Schluss der Geschichte kaum jemand vorauszusagen wissen."
    Erschienen am 07.09.2007 in der Stuttgarter Zeitung