Rezensionen zu "Integrier dich, Opa!"

  • "Der Türke Ali kam vor einigen Jahrzehnten aus einem anatolischen Dorf nach Deutschland. Inzwischen heiratete seine Tochter einen deutschen Arzt. Ali hat sich bisher eher von den Deutschen fern gehalten (sie sind ja auch allzu sonderlich), jetzt gehören sie zu seiner Sippe. Er muss sich mit ihnen befassen. Das tut er ausführlich in diesen Geschichten. Auf köstliche Art setzt sich Ali mit dem deutsch-türkischen Miteinander und Gegeneinander auseinander. Es geht um Deutsch lernen, Vereinsmeierei und türkischen Stammtisch. Besonders aufmerksam registriert Ali das Verhältnis der Schwiegereltern zueinander. Nicht alles ist 'politisch korrekt'. Da bieten sich Mörder für die Tochter an und die Deutschen denken gründlich, aber wenn sie nicht denken, gibt's Krieg. Vieles trifft den Nagel auf den Kopf. Das Kapitel 'Wie die Deutschen wieder verschwunden sind' war für mich der Höhepunkt. [...]
    Herbert Huber auf www.lesekost.de, Februar 2010
  • "Tabuthema Integration? Fehlanzeige! Sinasi Dikmen geht unverblümt und mit triefendem Sarkasmus an das Thema heran. Provokanten Spitzen gegen Deutschland folgen besser versteckte Pointen gegen die türkischen Landsmänner. Das Schöne daran: Er hebt weder mahnend den Zeigefinger noch spielt er den Moralapostel. Ironie und Sarkasmus sind die Waffen, mit denen der Leser hin und wieder unsanft, häufig aber sehr humorvoll aufgerüttelt wird."
    Tina Klinkner im Januar 2009 auf www.media-mania.de
  • "[...] In seinem neuen Buch mit 16 Stories widmet er sich mit scharfem satirischem Blick den Abgründen des interkulturellen Zusammenlebens. Etliche seiner Erkenntnisse fußen auf Erfahrungen im familiären Alltagsleben, hat doch die Tochter einen Deutschen geheiratet, womit nun natürlich auch die gesamte angeheiratete Familie mit ihren sonderbaren Verhaltensweisen für Aufregung und Verdruss sorgt. Auch im Vereinsleben wird die Integration auf eine harte Probe gestellt. Oft sind es nur Kleinigkeiten, die das Fass zum Überlaufen bringen.[...] "
    Dietmar Adam, ekz-Informationsdienst.
  • "[...] In der deutschsprachigen Kleinkunstszene war er der erste Türke überhaupt und der erste, der eine eigene Spielstätte eröffnet hat. Sein unwahrscheinlicher Lebensweg konnte eigentlich nur ins Kabarett münden. Er erinnert an diese Tellerwäscher-Millionär-Geschichten, übertragen auf den Kulturbetrieb. [...] 1983 ist Dikmen als Einzelkämpfer gestartet, war dann elf Jahre lang mit Mukin Omurca alias "Knobi-Bonbon-Kabarett" unterwegs (1988 erhielt das Duo den deutschen Kleinkunstpreis) und lancierte 1997 in Frankfurt das KÄS-Projekt. Das "Kabarett Änderungsschneiderei" baute Dikmen mit privaten Krediten auf, im Kulturamt nahm man ihn damals nicht ernst. Spätestens seit Hilmar Hoffmanns Laudatio zur "Skyline Preis"-Verleihung 2003 würde das niemand mehr wagen. [...]"
    Doris Stickler im Frankfurter Kulturmagazin 069, Ausgabe III 2008.
  • "[...] Der Mann, der nach eigener Aussage aussieht wie ein Bayer, deutsch spricht wie ein Tscheche und sich benehmen kann wie ein Schwabe, gehört zu den ganz wenigen Türken, die sich je am politischen Kabarett versucht haben. 1985, als der damalige Krankenpfleger mit Mushin Omurca als Duo "Knobi-Bonbon" auf der Bühne erschien, waren die beiden sogar die einzigen und ersten. Im Jahr 2008 ist Dikmen weiterhin der einzige Türke in Deutschland, der ein eigenes Kabarett besitzt und betreibt. [...] Mal mit forschen, mal mit leisen Tönen macht er sich über die Eigenheiten der Deutschen wie der Türken lustig und über die Bilder, die sie über den jeweils anderen im Kopf haben. Damit spielt Dikmen auch in seinem neuen Buch "Integrier dich, Opa!" [...]"
    Aus der Frankfurter Neuen Presse vom 17.10.2008.
  • "Es gibt tägliche Schreckgespenster. Der Islam etwa. Umso besser, wenn einer wie Sinasi Dikmen Aufklärung leistet - satirisch. [...]"
    Aus dem Hamburger Abendblatt vom 23.10.08.
  • Eva-Maria Magel über Sinasi Dikmen und sein Kabarett in der FAZ vom 12.10.2008