Rezensionen zu "Hetzjagd am Grünen See"
- [...] Elke Schwab verfügt über profunde Ortskenntnis und die Fähigkeit, die malerische Landschaft um den Limberg lebendig werden zu lassen. Man spürt, dass sie intensiv vor Ort recherchiert hat und dass ihr die Welt der Jäger und Förster nicht fremd ist. Wer die Region kennt, wird sie in den Worten der Autorin wiedererkennen und wer die Hügel um Wallerfangen nicht kennt, kann sie sich vorstellen. Damit ist der Roman eine Empfehlung für jene Leser, die ein Faible für Regionalkrimis und – im Idealfall – eine Beziehung zum Saarland haben. Darüber hinaus bietet der Roman zwar eine lebendige Erzählwelt und einen recht interessant konstruierten Kriminalfall, er leidet jedoch ein wenig an [erzählerischen] Schwächen. [...]
Thorsten Sauer, auf www.krimicouch.de, Januar 2010
- "[...] Ein spannender Plot, der von der Autorin gekonnt mit passenden Charakteren ausgestattet wurde, von denen der Protagonist Harald Steiner der interessanteste ist. Von der ersten Seite des Buches an begleitet der Leser den Revierförster, der, ausgestattet mit jeder Menge Selbstzweifel, die Flucht aus seinem ehemaligen Leben angetreten hat. Doch diese holt ihn nach fünfzehn Jahren mit voller Wucht wieder ein und zwingt ihn, sich seiner Vergangenheit erneut zu stellen. Überraschend eingebaute Wendungen schaffen es, den Leser dicht am Geschehen zu halten [...]. Insgesamt also ein spannender Krimi mit viel Lokalkolorit, einer dichten Atmosphäre und verschiedenartigen, interessanten Figuren, der den Leser von Beginn an fesselt und ein Ende verspricht, das so nicht vorherzusehen war."
Wiebke Dorit für www-media-mania.de, Dezember 2009
- "[...] Elke Schwab, die schon einige Krimis verfasst hat, hat in Hetzjagd am Grünen See ihr Talent für Krimis hervorragend unter Beweis gestellt. Die Autorin, die im Saarland lebt, stammt aus einer Jägerfamilie. Ihr Jagdwissen lässt sie gekonnt in den Roman einfließen und schafft damit eine besondere Atmosphäre rund um den Tatort. Der Protagonist Steiner wirkt auf den Leser sehr sympathisch. Bei seinem letzten Einsatz nahm er einen Hundewelpen bei sich auf, den er als treuen Jagdbegleiter ausbildete. Dieses Tier ist für ihn mittlerweile in seiner Abgeschiedenheit sehr wichtig geworden. Denn auch in der Gemeinde mag niemand so recht eine Beziehung zu dem Waldhüter aufbauen. Steiner ist dies eigentlich auch recht, denn in seiner Vergangenheit gibt es einiges, das ihn zum Eigenbrötler werden ließ. Elke Schwab recherchiert für ihre Romane sehr gründlich. Die örtlichen Srukturen beschreibt sie sehr detailiert und genau das ist wichtiger Bestandteil eines Lokalkolorits. 'Hetzjagd am Grünen See' ist für mich spannend und routiniert erzählt und auf jeden Fall eine Empfehlung wert."
Edelgard Kleefisch, www.büchertitel.de, November 2009
- "Nach einem misslungenen Einsatz vor 15 Jahren quittierte Harald Steiner seinen Dienst als Leiter einer SEK-Sondereinheit und arbeitet jetzt als Jäger im Forstgebiet auf dem Limberg bei Saarlouis im beschaulichen Saarland. Eigentlich könnte er mit seinem Hund Moritz ein ruhiges Leben führen, doch immer wieder holen ihn die Ereignisse von damals ein. Zudem machen ihm missgünstige Einwohner und Wilderer mit fiesen Fallen das Leben schwer.
Als auch noch die Leiche eines damals wichtigen Zeugen gefunden wird, ist es mit der Idylle vollends vorbei, denn Steiner gerät nun selbst unter Verdacht. Dabei hat er doch eigentlich ganz andere Sorgen, denn gerade jetzt versucht er, einem besonders perfiden Wilderer auf die Spur zu kommen. Gibt es etwa einen Zusammenhang zwischen diesen Taten?
Elke Schwab siedelt ihren Krimi „Hetzjagd am grünen See“ in der wunderschönen, bergigen saarländischen Landschaft an. Darin spannt sie einen Handlungsbogen, der uns immer wieder mit neuen Überraschungen fesselt. Die Einheimischen treten uns dabei als etwas ruppige und konservative Zeitgenossen entgegen, und auch ihr Held glänzt als echter Macho, der nicht immer nur Sympathiepunkte sammelt. Gleichwohl fängt die Kommissarin relativ schnell ein Verhältnis mit ihm an und wirft dabei in bester 'Tatort'-Manier alle Grundregeln polizeilicher Ermittlung über den Haufen – schließlich ist er doch möglicherweise in den Fall involviert. Nichts desto trotz ist 'Hetzjagd am grünen See' ein fesselnder Lokal-Krimi mit herrlich verschrobenen saarländischen Mitbürgern."
Silke Schröder auf www.hallo-buch.de, 04.11.2009
- "[...] Harald Steiner ist die Hauptfigur des Kriminalromans 'Hetzjagd am Grünen See', dem Limberg-Krimi von Schwab. Steiner ist eine Art Revierförster, der auf einem Villeroy'schen Hofgut lebt. Das gibt es wirklich, wie den grünen See auch und manche Figuren im Roman, Steiner natürlich nicht. Der ist erfunden wie die anderen wichtigen Protagonisten. Erfunden ist auch Kullmann, der alte vertraute Ex-Kommissar aus den Vorgänger-Krimis. [...] Die Handlung trägt ihre Bücher heraus aus dem begrenzenden Genre des des regionalen Krimis. Saarländische Landeskenntnis erhöht den Reiz der Lektüre, aber sie ist nicht der Grund für ein paar spannende Stunden."
Johannes Werres, Saarbrücker Zeitung, 23.09.2009
- "Blut ist der Kuss zwischen Tod und Leben, aus ihm fließt das Sein von Gut und Böse. Mit diesem Satz beginnt der spannende Saarland-Krimi der 45-jährigen Saarbrückerin Elke Schwab. Harald Steiner, ehemaliger Leiter des SEK, wollte ursprünglich in seinem Forstrevier Abstand zu seinem letzten, auf tragische Weise misslungenen Einsatz gewinnen. Doch dann wird mitten in seinem Revier auf dem Oberlimberg eine enthauptete Leiche gefunden..."
Erschienen in: TOP Magazin Saarland, Ausgabe 4, 2009