Rezensionen zu "Die schlafenden Hunde"
- "Spielte die Handlung in den ersten beiden Bänden in den 50er und 60er Jahren, so findet sich der Leser diesmal in den späten 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Auch der Ort der Handlung ist neu. Nach der Südpfalz (Gottes Mühlen) und Heidelberg (Das Licht unter dem Scheffel) ist jetzt das kleine Dorf Hohenkirch Ort der Handlung. Die Ähnlichkeit von Hohenkirch mit dem Birkenauer Ortsteil Hornbach ist dabei durchaus beabsichtigt. [...] Lilo Beil ist mit Die schlafenden Hunde ein Kriminalroman gelungen, den man schon nach den ersten Zeilen nur noch schwer aus der Hand legen kann. Die Handlung nimmt den Leser sofort gefangen und führt ihn über verschlungene, intelligent angelegte Umwege zur Lösung der beiden Mordfälle. Knapp und präzise zeichnet Beil ihre Charaktere und dennoch gelingt es ihr spielend, die Figuren in der Fantasie lebendig werden zu lassen."
Erschienen in den Weinheimer Nachrichten / Odenwälder Zeitung, den ganzen Artikel gibt es hier zu lesen
- "'Madeleine, wo bist du?', ruft eine ausgelassene, mit Augenklappen und Säbeln bewaffnete Kinderschar suchend durch den Wald. Das bildhübsche französische Au-Pair-Mädchen war ihnen vorausgeeilt, um noch die letzten Fähnchen für die Schnitzeljagd an Lillis Piratenparty zu verstecken. Doch Madeleine antwortet nicht. Endlcih bei dem alten 'Hexenhäuschen' finden die Kinder sie. Merkwürdig winkend kauert sie hinter einem Baumstamm. Lilli ist mit eienem Blick klar, was geschehen ist. Madeleine ist tot. Madeleine wurde ermordet. Was eben noch lustiges Spiel war, kippt von einem Moment auf den anderen in eiskaltes Entsetzen und grausame Wirklichkeit. Es ist eine mörderische Idylle, die Autorin Lilo Beil im dritten Band ihrer Trilogie um Hauptkommissar Friedrich Gontard 'Die schlafenden Hunde' inszeniert. Die gerade noch in liebevollen Details beschriebene schöne heile Welt der kleinen Lilli bricht mit einem Schlag zusammen. Jenes jähe Umschlagen der Stimmung prägte auch schon Lilo Beils erste Kurzgeschichte 'Der Kindergeburtstag' aus dem Kurzgeschichten-Band 'Mörderische Kurpfalz'. [...]"
Rhein-Neckar-Zeitung Heidelberg, 26.10.2009
- "[...] Das Buch beginnt idyllisch mit einer Meute von Kindern, die als Piraten verkleidet einen Hügel hinauf stürmen. Dazu äußerte Beil im Gespräch, dass bei einem Buch der Anfang immer das Schwerste sei. Zu diesem Anfang sei sie inspiriert worden, als sie vor kurzem eine ebensolche Kinderschar hatte Piraten spielen sehen. Zu ihren Büchern lasse sie sich sehr von ihrer eigenen Kindheit, aber auch durch Kunst und Literatur inspirieren. Sie selbst sei in einem idyllischen Pfarrhaus groß geworden, dass sich bei genauerem Hinsehen aber als nicht ganz so idyllisch erwies. Dies könne durchaus auch ihre Erzählstruktur mitgesprägt haben, zunächst schöne Szenen zu schaffen und dann die dunklen Seiten zu offenbaren. Dabei stelle sich Beil sowohl real als auch in ihren Büchern gerne auf die Seite der Opfer: 'Die Blender entlarve ich gerne.'"
Weinheimer Nachrichten, 26.10.2009
- "[...] Lilo Beils Stärke ist es, dem Schauplatz Odenwald ein Gesicht zu geben - jenes nämlich, das irritiert die Stirn in Falten zog, als jenseits aller revolutionären Gedanken die Europäischen Nationen zueinander fanden. 'Deutscher Herbst' bedeutet in 'Die schlafenden Hunde' denn auch das Nicht-Bewältigen der Auswüchse des Zweiten Weltkriegs. Und die schildert Lilo Beil unaufgeregt, aber mit viel Einfühlungsvermögen in die kollektiven Gedankenlagen von Generationen."
Stefan Reis im Main Echo, 31.07.-06.08.2009
- "Sie lesen gerne, wollen aber keine 600-Seiten-Epen durchackern? Gut, dass es auch kürzere und gleichzeitig kurzweilige Romane gibt. Zum Beispiel den im Frühjahr erschienenen Krimi "Die schlafenden Hunde", der vor allem im vorderen Odenwald spielt. Es ist bereits der dritte Roman um den Kommissar Friedrich Gontard, den die gebürtige Pfälzerin Lilo Beil veröffentlicht. Das 188-seitige Werk handelt von der Aufklärung des Mordes am Au-pair-Mädchen Gontards. Die Ermittlungen führen den Kommissar bis nach Frankreich und in die Zeit des Zweiten Weltkriegs. Und es kommt zu einem zweiten Mordfall, der mit dem ersten zusammenzuhängen scheint. Beil würzt ihren Roman, der im Jahr 1979 spielt, mit Lokal- und Zeitkolorit."
Lampertheimer Zeitung, 03.08.2009
- "[...] Stückchen für Stückchen schält sich heraus, wie die Gegenwart immer wieder von der Vergangenheit eingeholt wird; denn seit langem verschüttete Wege können freigelegt werden, die von Hohenkirch ins nordfranzösische Cambrai und wieder zurück führen. Schuldverstrickungen mittlerweile verstorbener Generationen lassen sich rekonstruieren, Kriegsgefangenen-Schicksale aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs werden aufgearbeitet, und prominente Ortsbewohner verlieren ihren 'Schon-Status'. [...]"
Sebastian Kerner im Mannheimer Morgen, Juli 2009
- "Lilo Beil legt mit 'Die schlafenden Hunde' ihren bisher besten Krimi vor. Die Handlung nimmt den Leser sofort gefangen. [...]
Nach 'Gottes Mühlen' und 'Das Licht unterm Scheffel' hat die in Hornbach lebende Autorin Lilo Bei ihren dritten - und bisher ohne Frage besten - Gontard-Krimi, 'Die schlafenden Hunde' vorgelegt. Spielte die Handlung in den ersten beiden Bänden in den 50er und 60er Jahren, so findet sich der Leser diesmal in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. [...] Nach der Südpfalz und Heidelberg ist jetzt das keline Dorf Hohenkirch Ort der Handlung. Die Ähnlichkeit von Hohenkirch mit dem Birkenauer Ortsteil Hornbach ist dabei durchaus beabsichtigt. Dennoch würde der arg strapazierte Begriff 'Regionalkrimi' dem dritten Fall von Kommissar Gontard nicht gerecht werden, denn er ist weit mehr als das: Die Handlung ließe sich überall ansiedeln, ohne an Originaltiät und Spannung einzubüßen oder gar ihren eigenwilligen Charme zu verlieren. [...] Lilo Beil ist mit 'Die schlafenden Hunde' ein Kriminalroman gelungen, den man schon nach den ersten Zeilen nur noch schwer aus der Hand legen kann. Die Handlung nimmt den Leser sofort gefangen und führt ihn über verschlungene, intelligent angelegte Umwege zur Lösung der beiden Mordfälle. Dass die Autorin dabei darauf verzichtet, ihre Protagonisten in epischer Breite zu schildern, hebt den Roman von vielen anderen Veröffentlichungen positiv ab. Knapp und präzise zeichnet Beil ihre Charaktere und dennoch gelingt es ihr spielend, die Figuren in der Fantasie lebendig werden zu lassen. Die kleine Lilli, ihre Mutter Anna und Kommissar Gontard während seines dritten Falls zu begleiten, lohnt sich auf alle Fälle."
Manfred Bierbauer, Weinheimer Nachrichten / Odenwälder Zeitung, 25.07.2009
- Interviewauszug:
"[...] 'Sie verknüpfen in den Gontard-Krimis immer sehr viel Zeitgeschichte mit Lokalkolorit. Welches dieser Elemente ist Ihnen wichtiger?' - 'Das zeitliche Element ist mir eigentlich wichtiger, weil ich dadurch meine eigene Biografie verankern kann. Aber auch die Atmosphäre eines Ortes ist von großer Bedeutung. Die schafenden Hunde sind von der Szenerie her eine Liebeserklärung an meine Wahlheimat, in der ich seit 1972 lebe: An Hornbach, an Birkenau und an den vorderen Odenwald.'
[...] 'Wird es einen vierten Gontard-Krimi geben?' 'Erst einmal wird es 2010 einen anderen Kriminalroman geben. Aber auch das erste Kapitel des vierten Gontard-Bandes ist bereits geschrieben. Er wird im Weschnitztal und in Speyer spielen und von einem aktuellen, sehr brisanten Thema handeln.' [...]"
Lilo Beil im Gespräch mit Manfred Bierbauer, Weinheimer Nachrichten / Odenwälder Zeitung, 25.07.2009
- "Rasant und temporeich vermengt die Autorin Zeit- und Lokalkolorit und erteilt dem gespannten Leser eine gehörige Portion an Geschichtsunterricht über das ambivalente Verhältnis der über lange Zeit hinweg verfeindeten Nachbarländer Frankreich und Deutschland. Beil schafft es, mit ausgesprochen sympathischen und vielschichtig angelegten Charakteren einen kurzweiligen Krimiplot zu entwerfen, der ohne blutrünstige Effekte und übertriebende Brutalität auskommt."
Barbara Tumfart auf www.literaturkritik.de, 13.07.2009
- "Nach Gottes Mühlen (2007) und Das Licht unterm Scheffel (2008) hat sich Lilo Beils Serie um den sympathischen Kommissar Friedrich Gontard nun mit Die schlafenden Hunde zur veritablen Trilogie gemausert. [...]
Auch Die schlafenden Hunde bringt einen aktuellen Kriminalfall in Verbindung mit der inzwischen mehr als drei Jahrzehnte zurückliegenden deutschen Schreckenszeit. Nichts ist vergessen und die Täter von damals leben noch. Als Madeleine [das französische Aupair der Gontards] ihren Aufenthalt [...] nutzt, um ein bisschen Licht in ihre eigene Familiengeschichte zu bringen, büßt sie dafür mit ihrem Tod. Ihr Mörder aber ist andererseits selbst ein Opfer von nationalistischem Wahn und Fremdenhass, seine Tat so sinnlos wie erklärbar aus einem freudlosen Leben in Lüge und Verblendung.
Lilo Beils neuer Roman hat seine Stärken - und darin ist er seinen beiden Vorgängern überaus ähnlich - da, wo er versucht, über den im Mittelpunkt stehenden Kriminalfall und seine Lösung hinaus ein Porträt der Zeit, in der er spielt, zu vermitteln. [...] Nachdem die Achtundsechziger das Generationsproblem angegangen sind und ihre Eltern gezwungen haben, endlich Farbe zu bekennen und die längst fällige Aufarbeitung ihrer Vergangenheit zu leisten, liegt freilich immer noch vieles im Argen. [...] Was aber bleibt, sind ein paar eindrucksvolle Naturbilder, die liebevolle Zeichnung der Region bis hinein in den Dialekt, das immer spürbare Bemühen, Zeitgeschichte kritisch anzupacken und eine Reihe feiner Figurenporträts. Auf den nächsten Band der Serie aber freuen wir uns ganz besonders, denn er dürfte sich die Zeit der Wende vorknöpfen. Friedrich Gontard als Entwicklungshelfer im Osten des Landes? Wir sind gespannt!"
Dietmar Jacobsen, www.text-und-web.de, Juli 2009
- "L. Beil unternimmt in ihren Kommissar Gontard-Krimis eine Zeitreise. Gottes Mühlen (erschienen 2007, hier nicht besprochen) spielt in den 1950er-Jahren, Das Licht unterm Scheffel (BA 2/09) in den 1960er-Jahren und dieser 3. Band im Jahre 1979. Friedrich Gontard, mittlerweile Chef der Ludwigshafener Kripo, lebt mit Frau und Kind in einem Dorf im Odenwald. Während der Geburtstagsfeier seiner kleinen Tochter wird Madeleine, das französische Au-Pair-Mädchen der Familie, erstochen aufgefunden. Die ersten Ermittlungen gehen in die falsche Richtung. Erst ein 2. Todesfall im Dorf, der Giftmord an einer älteren Frau, führt zu Motiven, die in der Vergangenheit liegen. In ihrer durchaus spannenden, sprachlich gelungenen Geschichte mit viel Zeitkolorit lässt die Autorin einen sympathischen, einfühlsamen Kommissar mit 'heilem' Privatleben agieren. Wieder mit stimmungsvollen Landschaftsbeschreibungen. Unabhängig von den beiden Vorgängerbänden zu lesen. Breite Empfehlung!"
Sigrid Hamann, ekz-Informationsdienst, Juli 2009
- "[...] Wie es sich für eine ordentliche Kriminalerzählung gehört, widmet sich der größte Teil des Buches den Ermittlungen und Hintergründen der Tat, die allmählich ans Licht kommen, wobei hier, wie der Titel verrät, auch schlafende Hunde geweckt werden und die Spuren zurück in die Vergangenheit führen - in eine Vergangenheit, über die einige Personen des Buches lieber geschwiegen hätten. [...] Das Buch scheint einem immer packender zu werden, je mehr man über die Hintergründe und historischen Zusammenhänge erfährt, die zurückführen in den Zweiten Weltkrieg. [...] Leser aus der Region um Rhein und Neckar finden eine bewährte Mischung aus Lokal- und Zeitkolorit. Über die ständig wachsende Masse an Regionalkrimis ragt dieser Kriminalroman aber weit hinaus."
Thomas Groß im Mannheimer Morgen, 04.06.2009, siehe auch www.morgenweb.de
- "Beils Krimi ist stimmig, nicht vorhersehbar und flüssig zu lesen."
Katja Maria Weinl, www.media-mania.de, Mai 2009
- "In Lilo Beils Geschichten finden sich romantische und nostalgische Elemente ebenso wie Spannungsmomente und eine kritische Auseinandersetzung mit Geschichte und Gesellschaft in stilistisch raffinierter und literarisch anspruchsvoller Form. [...]
Spannung, Lokal- und Zeitkolorit kennzeichnen die Krimitrilogie um den bodenständigen Ludwigshafener Kommissar Friedrich Gontard, der wie Lilo Beil im Odenwald wohnt. [...] Bluttriefende Thriller mit bestialischem Gemetzel und einer Leiche auf jeder zehnten Seite sind Lilo Beils Krimis nicht, das Reißerische hält sich bewusst im Hintergrund, ihre Geschichten kommen ohne Kettensägen aus. [...] Mit psychologischer Raffinesse führt Beil in die Irre, weist auf Indizien hin, die zu Schlussfolgerungen verführen, die sich dann als irrig erweisen. Sie legt falsche Fährten und überrumpelt, wenn man es nicht erwartet."
Christa Huillier, Rhein Neckar Zeitung, 14.04.2009
- "Die Autorin schaut genau hin, um eine Landschaft, einen Menschen zu charakterisiseren, sie beschreibt in einfachen, klaren Bildern. Spannung baut sich unmerklich auf, vermeintlich Idyllisches färbt sich unteschwellig um. [...] 'Kettensägengeschichten', sagt Lilo Beil, interessieren sie nicht, sondern die Psychologie von Tätern und Opfern; wer zu welcher Kategorie gehört, ist nicht immer ganz entschieden."
Friederike Blaser, Eberbacher Zeitung, 21.04.2009
- "Lilo Beils Krimis haben alles, was gute Storys brauchen: Spannung, Psychologie und zeitkritische Elemente. Der Plot ist plausibel, die Figuren sind faszinierend echt, die Zeitgeschichte stimmt bis aufs I-Tüpfelchen und die Landschaft ist authentisch."
Kirsten Baumbusch, Rhein Neckar Zeitung, 25.04.2009
- "Friedrich Gontard, Kommissar bei der Kripo Ludwigshafen, ist um der Ruhe willen in den vorderen Odenwald gezogen. Dort lebt auch die Autorin Lilo Beil, die den empfindsamen Ermittler abermals in den Mittelpunkt einer Geschichte rückt, die nicht nur von ihrer kriminalistischen Spannung lebt, sondern auch von ihrem Lokalkolorit."
Darmstädter Echo, 14.04.2009
- "Das französische Au-pair der Gontards, Madeleine, wird in Hohenkirch erstochen. Anna und Friedrich Gontard sind ebenso schockiert wie ihre Tochter Lilli, die ihre Gefährtin im Wald auffindet beim 'jährlichen Aufstand der Zwerge', dem Kindergeburtstag. [...] Wiederholt konnten sich die Besucher der Lesung ein Grinsen nicht verkneifen. Der Wiedererkennungseffekt ist groß - Umgebung, Zeit und Bräuche sind stimmig geschildert."
Das Starkenburger Echo über die Lesung in Fürth, 03.04.2009
- "Die Südpfälzerin Lilo Beil, die selbst im vorderen Odenwald lebt, legt zunächst ein paar falsche Fährten, bevor sich der Fall wieder Richtung Vergangenheit wendet. Wie schon im ersten Gontard-Band Gottes Mühlen bilden Geschehnisse aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs den Hintergrund für den Mord, dem ein zweiter folgt. Und wieder gelingt es Beil, ein schlüssiges Porträt deutsch-französischer Beziehungen zu zeichnen, ob sie nun von Ressentiments oder neuer Offenheit erzählt. [...] So ist Die schlafenden Hunde wieder ein spannender, zeitkritischer Krimi geworden, dessen Personal dem Leser ans Herz wächst. Besonders gelingt Beil die Zeichnung der arbeitsamen Haushaltshilfe, die unter ihrer ärmlichen Herkunft leidet."
Susanne Schütz, DIE RHEINPFALZ, 04.04.2009
- "Die schlafenden Hunde liest sich flüssig, die geschickt aufgesplittete Handlung lässt den Leser logisch mitdenken. Dies ist eine Lektüre, die richtig Spaß macht."
Saarbrücker Zeitung, 03.04.2009
- "Ein französisches Au-pair-Mädchen ist bei der Familie des Kriminalkommissars Friedrich Gontard. Bei einem Kindergeburtstag wird sie ermordet. Damit eröffnet ein weiterer Krimi zwischen Odenwald und Frankreich und mit dem sympathischen Gontard. Kriminalkommissare die irgendwelche abschreckenden Gewohnheiten haben oder abstossendes Aussehen oder sonstige Absonderlichkeiten haben die Krimileser (denke ich) eh satt. Hier taucht man in die 70-er des vorigen Jahrhunderts ein. Die Kriminalstory hinter der dörflichen Fassade ist nicht minder gut und erschreckend (wenn auch nicht so betont seriengrausam) wie in manch gelobten Skandinavienkrimis.
Habe ich mich an Gontard und die Autorin gewöhnt?
Jedenfalls ist das sein bester Fall und ihr bester Krimi (bislang).
Lokal- und Zeitkolorit, Spannung und eine gut ausgedachte Hintergrundgeschichte bei der Gontard die schlafenden Hunde wecken muss: alles passt gut zusammen, das ergibt einen lesenswerten Krimi."
Herbert Huber auf www.lesekost.de
- "Das Beobachten der Natur, der Menschen in ihrem Umfeld, die Wachheit für die Strömungen der Zeit zeichnen Lilo Beils Bücher aus. Die Mutter dreier Töchter und langjährige Lehrkraft an der Martin-Luther-Schuler weiß, was in den 70er Jahren Kinder- und Schülerherzen höher schlagen ließ, und so gibt es ein Wiedersehen mit dem Monchhichi. [...] Reizvoll sind etliche lokale Bezüge [...]. Es ist ein friedliches Bild, das die Autorin in ihren ersten Kapiteln entwirft. Dennoch ahnt der [Leser], dass es plötzlich mit der beschriebenen Idylle vorbei sein könnte."
Weinheimer Nachrichten / Odenwälder Zeitung, 25. März 2009
- "Auch im neuesten Werk der Hornbacher Autorin Die schlafenden Hunde liegen schöne und erschreckende Realität eng beieinander, als das Mädchen Lili mitten an einem heißen Augustmittag ihre Au-pair-Gefährtin tot im Wald findet."
Mannheimer Morgen, 25. März 2009
- "‚Hunde, die bellen, beißen nicht' heißt es doch so schön und Hunde, die schlafen? [...] Das Buch, welches ich euch heute ans Herz legen möchte, [ist] ganz schön aufregend. [...] Die Reihe um den empfindsamen Kriminalkommissar aus bürgerlichem Haus erreicht mit Die schlafenden Hunde das Jahr 1979. [...] Es ist die Zeit nach dem 'deutschen Herbst'. Lilo Beil schmückt sie wieder plastisch und lebendig aus, wie sie es mit ihren vorherigen Gontard-Krimis in den Fünfziger und Sechziger Jahren auch tat."
Desirée Ahme (Labras Bücherecke) im Stadtanzeiger Landau, 21.03.2009