Rezensionen zu "Die Abreibung"

  • "[...] Jean Amila, der vor etwas mehr als einhundert Jahren als Jean Meckert das Licht der Welt in Paris erblickte, gehört zu den berühmtesten Vertretern der Série Noire. Seine Romane zeichnen sich durch eine schonungslose Ausdrucksweise und exzellente Geschichten aus der Unterwelt aus. Ab der ersten Zeile ist der Leser mittendrin im Geschehen. Platz für Sympathien gibt es nicht. Die Hauptakteure sind rigoros in ihrem Handeln. Seine Milieuschilderungen sind eindeutig. Die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwinden rasch. Die üblichen Liebchen, kaltes Eisen und geschickte Wendungen tragen dazu bei, dass man diese Krimis erst aus der Hand legt, wenn das letzte Wort gesprochen ist."
    www.aus-erlesen.de, Mai 2011, komplette Rezension hier
  • "Amilas gelingt es in seinem kleinen Roman also, zweierlei miteinander zu verbinden: Einen straff strukturierten Gangsterroman in bester Tradition der hard-boiled-Krimis amerikanischer Prägung (oder eben doch der französischen série noir) und eine kritische Sozialstudie über das Leben in einem Krankenhaus aus der Perspektive der neueinsteigenden Schwesternschülerinnen. Das wirkt, so beschrieben, befremdlich. Bei der Lektüre jedoch zeigt sich, dass Amilas Roman große Qualitäten aufweist und mit großer Konzentration und Souveränität geschrieben wurde."
    Walter Delabar auf www.literaturkritik.de, Nr. 5, Mai 2010
  • "Aus vielen Krimis ist ein Gangster draußen, wenn er handlungsunfähig geschossen oder geprügelt wird. Er ist nun ein überwundenes Hindernis, der Held klettert schon übers nächste. Jean Amilas Roman 'Die Abreibung' aus dem Jahr 1955, der in nur einer Nacht spielt, funktioniert anders. In diesem französischen Noir wird der Gangster René Lecomte bei einer Aktion, die sich anderswo als großes Aufräumen im Milieu entfalten könnte, früh gestoppt. Er schleppt sich in eine weitere kleine Welt, die nachtaktiv ist, in ein Krankenhaus. Nur akzeptiert Amila nicht mehr, dass es eine neutrale Zone geben könnte, einen Spielfeldrand, auf dem weggenomme Spielsteinchen friedlich stehen dürfen. Er spiegelt das Draußen der Unterwelt im Drinnen der Klinik und zeigt René nicht nur als weiterhin gefährdeten Kombattanten. Er lässt die Klinik selbst immer mehr wie eine Variante einer Unterweltoperation erscheinen, er liefert also das Gegengift zu allen Halbgott-in-Weiß-Schnulzen."
    Thomas Klingenmaier, Stuttgarter Zeitung, 07.01.2010, und Tages-Anzeiger Zürich, 16.02.2010
  • "Nach einem längeren Aufenthalt in Lateinamerika ist René Lecomte, der Chef der Pariser Unterwelt, wieder nach Paris zurückgekehrt. Und natürlich will er offen stehende Rechnungen begleichen und ausstehende Schulden eintreiben. Dabei bleiben Schießereien nicht aus. Bei einer wird Lecomte schwer verletzt. Während sein Fahrer ihn für tot hält und flüchtet, kann sich Lecomte noch in ein nahe gelegenes Krankenhaus retten. Dort haben die Schwesternschülerinnen Aline, Sylvie und Thérèse zum ersten Mal Nachtschicht und müssen gleich über Leben und Tod entscheiden. Während René Lecomte im Krankenhaus um sein Leben kämpft, tobt außerhalb schon die Schlacht um seine Nachfolge. Und da will jeder mitmischen.
    Dieser wirklich spannende und unterhaltsame Krimi lässt einen tiefen Blick in die Seelen der Beteiligten zu. Durch die Handlung werden zwei Welten miteinander verbunden, die auf den ersten Blick nichts gemeinsam haben. Aber je mehr man in die Geschichte einsteigt, desto eher erkennt man, dass es durchaus Gemeinsamkeiten gibt. Insbesondere die ausgeprägten starken Hierarchien sowie die Konfrontation mit dem Tod, wenn auch unter anderen Gesichtspunkten, sind in beiden Milieus vorhanden.
    In den endlos langen zwölf Stunden der Nachtschicht geraten die drei Schwesternschülerinnen an ihre Grenzen. Nicht nur die unterschiedliche Einstellung zum eigenen Beruf, auch die stark voneinander abweichende Art mit den Belastungen des Berufs umzugehen, zeigt, dass zwischen den Schwesternschülerinnen Welten liegen. [...] Durch René Lecomte wird die Verbindung zur Unterwelt hergestellt. Die vielen Schießereien sowie das Großaufgebot an Polizei, das dadurch auf den Plan gerufen wird, zeigen ein hohes Maß an Brutalität. Nicht das Gesetz der Fäuste, sondern ausschließlich das Gesetz der Waffe gilt, wenn es darum geht, die Macht und das Geld von René Lecomtes zu verteilen. Wer wird künftig die Vorherrschaft in der Pariser Unterwelt haben. Wessen Wort gilt künftig als Gesetz? Jean Amila zeigt deutlich, dass hier jeder bereit ist, für dieses Erbe über Leichen zu gehen. Am Ende siegt derjenige, der am geschicktesten taktiert - auch wenn er selbst dabei Verluste zu verzeichnen hat. [...]"
    Petra Schott auf www.media-mania.de, Februar 2010
  • Die HR2-Krimibesprechung von Leopold Schuwerack vom 01.02.2010 als Podcast oder auf www.hr-online.de
  • "[...] Wir verlassen jetzt den solide möblierten Raum des skandinavischen Kriminalromans und machen einen Sprung nach Frankreich, der zugleich ein Zeitsprung ist: denn das Buch von Jean Amila 'Die Abreibung', erschienen 1955, spielt in einer Zeit, als die Kommissare noch aussahen wie Jean Gabin, in den Fünfzigern des vorigen Jahrhunderts. Der kleine Conte Verlag bringt seine Bücher aus der Serie 'Noire', der berühmten Schwarzen Serie jetzt heraus – mit einer Übersetzungspraxis, über die zu reden sein wird. Bei Amila handelt es sich um ein Pseudonym. Der 1995 gestorbene Autor hieß eigentlich Jean Meckert, wuchs als Waise auf und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg Schriftsteller. Sein Buch spielt in Ganovenkreisen – und im Krankenhaus. Ein Gangster, René Lecomte (der 'Graf') wird bei Revierkämpfen schwer verletzt und landet in einem Krankenhaus, in dem zwei Schwesternschülerinnen ihre Arbeit beginnen. Amila führt diesen Mikrokosmos vor, mit all der Frauenfeindlichkeit dieser Jahre und mit einigen munteren Actionszenen, die an die Filme dieser Zeit erinnern. Das vor allem macht den Reiz  dieses kleinen Buchs aus: eine Reminiszenz an längst vergangene Gangstermilieus, die ihrerseits die französische Gesellschaft spiegelten und karikierten."
    Literaturforum: Krimiforum im Nordwestradio
    , 22. Januar 2010, mit Birthe Baraschewski (Buchhandlung Oberneuland, Bremen), Jutta Günther (Nordwestradio), Tobias Gohlis (Sprecher der Krimiwelt-Jury) und Lore Kleinert (Leiterin der Fachredaktion Kultur, Radio Bremen) 
  • "Eine bleihaltige Nachtschicht im Krankenhaus. Nicht nur eine Abreibung gibt es: hier versucht jeder Ganove den anderen auszustechen. Dabei erhält René Lecomte, der 'Graf', zuviel ab und schleppt sich ins Krankenhaus. Dort setzt sich der Kampf um ihn fort und zwar mit allen Finessen. René ist eine Naturgewalt, eine Klasse für sich, der selbst dann noch Angst einflößt, wenn er auf der Intensivstation liegt. In einer typischen Thrillerszene kommt René Lecomte, ehemals Chef der Pariser Gangsterwelt, zurück in seine Stadt. Dann baut Jean Amila ganz ruhig die Kulissen für die spätere Hetzjagd auf. Der  Ganovenwelt wird das Getriebe im Krankenhaus entgegen gestellt. Die Krankenschwestern Aline, Sylvie und Thérèse werden von den Patienten und den Ärzten bedrängt. Als sich die Spannungsfäden allmählich abzeichnen, schiebt der Autor ein zweiteiliges, ruhiges Kapitel ein. Mit Renés Fieberfantasie, Sylvie beim Arzt Carré und einer kleinen aufmüpfigen Pointe am Ende wird der Sturm hinauszögert. Wie ich es von Amila gewohnt bin setzt er ganz unterschiedliche Milieus gegeneinander. Doch es gibt Ähnlichkeiten im Personengeflecht.
    Wer noch nicht wusste, 'dass sich die spannendsten Mordfälle im Krankenhaus selbst abspielen', der weiß es, wenn er Amilas Abreibung gelesen hat. Es bleibt offen, ob dafür die Götter im weißen Kittel oder die Gangster im grauen Trenchcoat in Frage kommen. Obwohl Jean Amila sprachlich grob schnitzt kann er seine Leser doch begeistern. René will Ärzte und Personal schonen, daher seine Anweisung: 'Den Lauf in die Rippen, aber ein Lächelns ins Gesicht!'. Als ums Krankenhaus das Geballere losgeht, fragen sich die Mütter auf der Entbindungsstation: 'Ist etwa wieder Krieg? Oder ist irgendwo ein Strassenfest?'. Und einen kleinen Bibelbezug vermag Amila auch einzubauen. Die Gangsterbraut wird zum ungläubigen Thomas, nachdem René kurz zuvor zum Heiligen erklärt wurde und während dieser die ganze Zeit um sein Leben kämpft. Jean Amila lässt in dem 1955 erschienen Roman kaum ein Überraschungsmoment aus. Filmregisseur  Ernst Lubitsch hätte hier eine gute Vorlage gehabt, um seinen Heuler von 1942 'Sein oder Nichtsein' zu wiederholen. Er war leider schon zu früh verstorben. – Wir alle können uns an der Romanvorlage für einen super Film erfreuen. Unbedingt lesen, wenn man Gangsterthriller mag."
    Herbert Hubert auf www.lesekost.de, 10.01.2010
  • "[...] Kein Glamour in Paris. Ein graues Krankenhaus in einem grauen Viertel. Gegenüber eine Werkstatt, in der auch krumme Geschäfte betrieben werden. Zwei Welten, in denen der Tod ständig parat steht, in denen unermüdlich gekämpft wird. Bei Jean Amila gibt es keine edlen Halbgötter in Weiß, in seinem schäbigen Hospital regieren notgeile Assistenzärzte, lebenskluge und zynische Helferinnen, während junge Schwesternschülerinnen zwischen Versagensängsten, Ekel und dem festen Willen, die Prüfungen der Nachtschicht zu überstehen, durch die Gänge hetzen. Immerhin ist das Krankenhauspersonal fachlich kompetent, was man von den Gangstern nicht unbedingt behaupten kann. Der 'schöne' Roger bringt sich durch sein zauderndes Herumlavieren immer tiefer in die Bredouille, nassforsche Großmäuler enden als Kanonenfutter, während die diplomatischen Taktierer ihre große Stunde erst noch kommen sehen und auch schon mal freundlich mit der Polizei die Hände schütteln. Über allem steht die Legende vom nahezu unzerstörbaren Grafen, der dieser in jener Nacht auch fast gerecht wird.
    Die Abreibung ist ein Klassiker, der es hoch verdient hat (wieder) entdeckt zu werden. Ein in Kriminalromanen seltener Schauplatz (Krankenhaus), Amilas Fähigkeit ganze Lebensläufe in knappen Federstrichen sichtbar werden zu lassen, ein gehöriges Maß an düsterem Witz – der vor allem in den Krankenhausszenen auf dem Wissen beruht, das alles noch viel schlimmer kommen kann – plus ein gerüttelt Maß an vergnüglicher Spannung, lassen den 184seitigen  Roman zu einem nahezu perfekten Noir im wahrsten Wortsinn werden. Mit lakonischer Genugtuung lässt Amila zwei Welten aufeinander prallen, die sich anscheinend diametral gegenüber stehen. Doch in ihrem innersten Kern verbrüdern sich Gangstertum und Gesundheitswesen. Ein toter Concierge? Egal, Hauptsache wir hatten eine aufregende Nachtschicht, und die anwesenden Schwestern waren auch knackig. Da geht was. Beim nächsten Mal. Die Welt ist purer Materialismus und will erobert sein. Ob mit Kanone oder Skalpell. [...]"
    Jochen König auf www.krimicouch.de, Dezember 2009
  • "Autsch! Das hatten sich Sylvie und Thérèse sicher anders vorgestellt. Die ahnungslosen Schwesternschülerinnen fiebern einem ersten Nachtdienst in einem Pariser Krankenhaus entgegen und genehmigen sich noch einen letzten Galgentrunk in einem Lokal. Wenig später dreht sich das Karussell der fachlichen Anforderungen mit zunehmenden Tempo und stellt die jungen Frauen moralisch und fachlich vor schwierige Entscheidungen. Als sie in die Schusslinie der Auseinandersetzung um einen mutmaßlich vakanten Chefsessel des Pariser Verbrechersyndikats geraten, können beide vor Übermüdung gerade kaum noch die Lider heben. Autsch! Wohl aber auch für den Unterwelt-König Renè Lecomte. Das sollte eigentlich eine 'blutige Routinefahrt' mit seinem Eleven Roger als Chauffeur werden. Nach einer längeren Blaupause in Lateinamerika will er einige, aus dem Ruder gelaufene Dinge in seinem kriminellen Reich wieder richten. Doch der schwere Junge mit den sieben Leben einer Katze hat dieses Mal Pech.Und obwohl eine jungfräulich weiße Schwesterntracht so gar nichts gemein hat mit rauchenden Colts oder bluttriefenden Messern im Dienst der Rache, kommen sie in Jean Amilas 'Abreibung"' doch zu einer seltsamen Melange zusammen. Fazit: Von unsauberen Vorgängen in und um ein Pariser Spital. In den Rollen: schwere Jungs, naive Mädels und ein verliebter junger Mann. Eine missglückte Blutrache überlässt der ahnungslosen Pariser Kripo den Platz als Zaungast und hinterlässt im Gebüsch an der Spitalmauer eine mordsmäßige Blutlache. Ein gelungener, amüsanter Ganovenkrimi. - Lob auch für das passende, witzige Cover des Paperbacks!"
    Barbara Keller auf www.berlinkriminell.de, Januar 2010
  • "In der dunklen Jahreszeit kommt ein Amila gerade recht und wie immer ist er schnell und schwarz erzählt, etwas für vor dem Ofen oder für den Nahverkehrszug. [...] Schwarzer Realismus, der wie gewohnt wäre, hätte man nicht den Eindruck, dass Amila immer wieder auch von einem harten Gangsterdrama träumte, vom großen Kino, dem coolen Showdown, der an Toten nicht spart. Soweit kann es dann doch nicht kommen. Das schadet dem Lesevergnügen nicht wirklich."
    Birgit Heidke in JosFritzBücher Freiburg, Buchtipps, Winter 2009
  • "In einer einzigen lauen Pariser Sommernacht des Jahres 1955 wird sich das Leben einiger Menschen für immer verändern. Der Graf, einer der führenden Köpfe im Gangstermilieu, ist zurückgekehrt und will neue Geschäfte einfädeln. Dabei wird er angeschossen, sein Adlatus flüchtet und schnell verbreitet sich das Gerücht, der Graf sei tot. Dabei konnte sich der schwer verletzt in das benachbarte Krankenhaus schleppen, wo 3 junge Schwesternschülerinnen ihre 1. Nachtwache absolvieren. Und draußen formieren sich die Gangster zum Showdown um die Nachfolge. Nach dem eher schwachen "Motus!" zeigt der neue Band der Werke von Jean Amila, Frankreichs bedeutendem Krimiautor der 1950er- und 1960er-Jahre, wieder mehr Esprit und ist bedeutend gradliniger erzählt. [...] Amilas Erzähltalent und sein Gespür für Stimmungen und absurde Situationen blitzen [...] immer wieder auf."
    Beate Mainka, ekz-Informationsdienst, Dezember 2009
  • "Und da sieht man sie dann auch räumlich nebeneinanderliegen, nur durch eine lange, hohe, graue Mauer getrennt: die dunkle Welt der Vorortstraßen, in der sich zwielichtiges, bis an die Zähne bewaffnetes Gesindel ohne Moral und Skrupel herumtreibt, und jene scheinbar ganz andere, humanistische Sphäre, in der alles unternommen wird, um Menschen zu helfen. Hier die Gier, die über Leichen geht, da die humane Sendung, die sich dem Leben verpflichtet sieht, den hippokratischen Eid als Richtschnur hat und alles in ihren Kräften Stehende tut, Leid zumindest zu vermindern. Eigentlich einander komplett ausschließende Bereiche - doch schaut man mit Jean Amila nur genauer hin, verschwimmen bald die Unterschiede. [...] Am Ende der Nacht sind Amilas Berufsanfängerinnen gehörig desillusioniert. Im Unterschied freilich zu jenen, die auf den Straßen blutig um die Nachfolge des "Grafen" gekämpft haben und ihn nun zu Grabe tragen, gewährt der Autor zumindest der jungen Thérèse so etwas wie ein zartes Happy End. Und dem Leser die Freude an einem kurzweiligen, bei der Übersetzung mehr dem Ton unserer Tage als dem Sound der 50er verpflichteten Buch, das wieder einmal Lust auf mehr Amila gemacht hat."
    Dr. Dietmar Jacobsen auf www.text-und-web.de
  • "Seit einigen Jahren hat sich der Conte Verlag Amilas angenommen und nun mit "Die Abreibung" den fünften Band vorgelegt – einen besonders guten obendrein. [...] Zwei Welten treffen aufeinander, doch Amila wäre nicht Amila und die série noire nicht die série noire, wenn es bei dieser simplen Konfrontation bliebe. In beiden Welten nämlich machen die kleinen Leute die Drecksarbeit, darin unterscheiden sie sich kaum. Und die Kleinen mucken auf. [...] Ganz allmählich merkt man, dass hier keine zwei Welten aufeinandertreffen, sondern zwei verblüffend ähnliche Manifestationen ein und derselben. [...] Am Ende überschlagen sich die Ereignisse. Das Krankenhaus wird zum Schlachtfeld, unsere drei Lernschwestern haben an Lebenserfahrung gewonnen und die LeserInnen einen Text kennengelernt, der ihnen skandalöse 54 Jahre lang vorenthalten worden ist. Schnell und mit viel Witz erzählt, ohne gleich witzig zu sein, ökonomisch hingetuschte Charakterbilder, die aus Gangstermilieu und Krankenhausatmosphäre eine verblüffend homogene Welt machen, die uns merkwürdig bekannt vorkommt. Und obwohl nach 184 Seiten alles gesagt ist, was gesagt werden sollte, hätte man gerne noch weitergelesen. Danken wir Gott und Conte, dass die Amila-Reihe fortgesetzt wird."
    Erschienen auf www.hinternet.de