Rezensionen zu "Das Geheimnis der Burgkapelle"
- "[...] Das Geheimnis der Burgkapelle [...] setzt die Geschichte um das Ermittlerduo Ermentrude – Jerome in bekannter Manier fort. Streitlustig und resolut wie immer mischt sich Arnolds Tante nicht nur ungefragt in die Erziehung Eberhards ein, sondern hat auch gleich ihr Hühnchen mit den anderen Taufpaten zu rupfen. Der allzu wohlgenährte Bettelmönch Josefus erscheint ihr ebenso so suspekt wie die weltfremde Ordensschwester Dame Elisabeth. Streit ist vorprogrammiert, und so dürfen sich die Leserinnen und Leser einmal mehr über humorvolle Dialoge freuen. Dabei sind selbstredend die Wortgefechte zwischen Jerome und der allzu lebenslustigen Ermentrude die Höhepunkte des Romans.
[...] Das mittelalterliche Leben am Hof der Siersburg, die offenbar Verbrechen magisch anzieht, wird erneut farbenprächtig dargestellt und so ist Das Geheimnis der Burgkapelle [...]ein in jeder Hinsicht kurzweiliger Lesespaß. Wieder verdient sich Dame Ermentrude den Titel „Miss Marple des Mittelalters“.
Der historische Bezug, hier der angedeutete Konflikt zwischen dem Papst und den Waldensern, wird in einem angemessenen Verhältnis zum Rest der Romanhandlung dargestellt. Wer eine leicht schrullige Ermittlerin vor einer illustren Mittelalterkulisse erleben möchte, darf erneut zugreifen. [...]"
Jörg Kijanski auf www.histo-couch.de, Oktober 2010
- "Sie liest schon immer wahnsinnig gerne. Nach ihrer eigenen Aussage war es da nur eine logische Folge, dass sie selbst irgendwann zur Buchautorin wurde. [...] Gerade ist der dritte Band ihrer Dame Ermentrude-Reihe erschienen.
Alle drei Bände sind Krimis, die im Mittelalter spielen. Und sie haben einen engen lokalen Bezug, denn die spitzfindige Dame Ermentrude ist eine Tante von Arnold von Siersburg. Er ist auf der nahen Siersburg zu Hause. [...]
Im neuen, dritten Band mit dem Titel "Das Geheimnis der Burgkapelle" steht eine Taufe auf der Siersburg an. Aber dann findet Bruder Jérome vor den Burgmauern eine Leiche. Selbstmord, Mord oder Unfall? Dame Ermentrude wittert sofort einen Mordfall.
Schnell geröt bei den Ermittlungen das Geheimnis um einen wertvollen Schatz der Waldenser in den Blickpunkt. Offenbar wurde dieser bereits vor Jahren in einem Musikinstrument versteckt auf die Burg gebracht. Sollte das ein Grund zum Morden sein? Und was ist das für ein Schatz?[...]"
Sylvie Rauch in der Saarbrücker Zeitung, 4. Oktober 2010
- "[...] Dieser dritte Krimi mit Dame Ermentrude „Marple“ und Bruder Jérôme „Stringer“ ist genau das Richtige Buch für einen entspannten aber auch lehrreichen Lesenachmittag in der Hängematte, denn Barbara Mansion spielt ihre Stärken wieder einmal voll aus: Knapp aber ausführlich genug erzählt Barbara Mansion die pralle, historische Vorgeschichte des Falles - die Geschichte hinter der Geschichte, liebevoll entwickelt Sie die einzelnen Charaktere, der Spannungsbogen sitzt und der mittelalterliche Hintergrund ist sorgfältig recherchiert.
Auf diese Weise schafft es die Autorin auf nur 192 Seiten wirklich gut zu unterhalten, das Interesse an der Historie zu wecken bzw. zu wahren und das ganze verpackt die Autorin in einen spannenden und kurzweiligen Kriminalfall. Letztendlich freuen wir uns jetzt schon auf eine Fortsetzung dieser Krimi-Reihe, denn dieses ungewöhnliche und kauzige Ermittler-Duo ist uns Leserinnen und Lesern mittlerweile so richtig ans Herz gewachsen. Es wäre ein Jammer, wenn Dame Ermentrude und Bruder Jérôme nicht schon bald wieder über die eine oder andere Leiche stolpern würden!"
Wolfgang Gonsch auf www.how2find.de, September 2010
- »In dem Roman Das Geheimnis der Burgkapelle führt Barbara Mansion zum dritten Mal ihre Leser in die mittelalterliche Saargegend des dreizehnten Jahrhunderts. Wie in ihrem ersten Roman ist es auch hier wieder die Siersburg, wo sich mysteriöse Ereignisse zutragen. Ein freudiges Ereignis, eine Kindstaufe, lässt Dame Ermentrude, die als Patin ausersehen ist, einmal mehr von Kirkel auf die Burg am Rande des Saartales reisen. Doch Pater Jerome, der Hauskaplan der Burg, findet vor der Burgmauer einen Sterbenden, der ihm mit letzter Kraft noch ein Kästchen in die Hand drückt. War es Mord oder ein Unfall? Und welches Geheimnis verbindet sich mit dem merkwürdigen Inhalt des Kästchens? Dame Ermentrude wird schnell misstrauisch und stösst auf widersprüchliche Details. Aber die Burg ist mitten in den Festvorbereitungen und keiner schenkt dem Vorfall vor der Burgmauer große Beachtung - zumal das Opfer unbekannt war. So bleibt Damen Ermentrude nichts anderes übrig, als sich selbst des Falles anzunehmen. Dass der resoluten Dame hierbei einmal mehr Pater Jerome assistieren muss, versteht sich zum Leidwesen des Priesters von selbst. Schon bald gibt es zahlreiche Spuren und Verdächtige. Doch auch der Täter arbeitet weiter an der Umsetzung seines Planes....
Der Roman bietet im besten Sinne der Worte eine klassische Kriminalgeschichte mit dem Flair der Miss Marple-Romane. Als erfahrener Krimi-Leser glaubt man oftmals schon ganz genau zu wissen, worauf das Ganze hinaus läuft und merkt dann doch wenige Seiten weiter, dass man auf der falschen Spur ist. Aber es sind gerade diese falschen Fährten und manch unerwartete Wendung in der Handlung, die die Neugier und die Spannung des Lesers voranbringen. Dabei hat der Krimi keinerlei Längen und bleibt sehr gut nachvollziehbar. Die mittelalterliche Welt wird zwar anschaulich dargestellt, überdeckt jedoch nicht -wie in manch anderen Romanen - die eigentliche Handlung. Und das ungleiche Ermittlerpaar einer resoluten, trinkfreudigen Adeligen und eines nörgelnden, hasenfüsigen Paters läuft wieder zur Hochform auf. Somit kommt auch der Humor in dieser Geschichte nicht zu kurz. Ein gut durchdachter Krimiplot gewürzt mit einem ungewöhnlichen Ermittlerduo und einer Prise Humor in einer stimmigen mittelalterlichen Welt machen das Buch zu einem sehr kurzweiligen Leseerlebnis. Eine tolle Lektüre zum Entspannen...«
Markus Walther auf www.saarkrimi.de
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