Rezensionen zu "Bis nichts mehr geht"

  • "In "Bis nichts mehr geht" bringt uns Jean Amila (1910 - 1995), Autor der legendären "Série Noire", in ein kleines Dorf der Normandie, in dem selbst die Kinder schon nach Calvados stinken. Die neue Grundschullehrerin findet schnell heraus, dass der gesamte Ort von der Schwarzbrennerei lebt, und nimmt entschlossen den Kampf gegen den Alkohol auf … Amilas kleines Buch wirkt zunächst irgendwie aus der Zeit gefallen, entwickelt dann aber einen immer stärkeren Sog bis zu seinem explosiven Finale: Wo Hochprozentiges gekippt wird und sich Leute ins Abseits gestellt sehen, da liegt Gewalt in der Luft - damals wie heute."
    Ulrich Kroegers Krimitipp auf www.alligatorpapiere.de, 1/2008
  • "[...] Ein Panoptikum der Gaunereien. Jean Amila in Höchstform. Ein ganzes Dorf als Alkoholiker und die Spannung zwischen den dörflichen und nationalen Ganoven garantieren wilde Verfolgungsjagden und grobe Verteilungskämpfe. Der Autor behandelt alles mit Witz und wechselnden Tempi. [...]"
    Erschienen auf www.lesekost.de
  • "[...] Auch wenn der Roman schon vor 45 Jahren geschrieben wurde, liest man ihn heute mit viel Vergnügen und Sympathie für die französische ländliche Schlitzohrigkeit, [...]"
    Erschienen in der Unabhängigen Bauernstimme, April 2008.
  • "[...] Beide Ereignisse kommen zusammen, als sich die junge Lehrerin und der junge Pierre Soulage begegnen und sich einander zuneigen. Der Schwarzbrenner und die Lehrerin, ob das wohl gut geht? [...] Beide gehen mit dem ungläubigen Blick des Novizen und Fremden durch diese Welten, und am Ende werden sie feststellen, dass beide keinen Bestand haben werden. Die Schieberbande geht ebenso unter wie die Calvados-Enklave im Westen Frankreichs. Für beide ist die Zeit irgendwann vorbei, für schießwütige Kriminelle wie für die Kleinbauern in der tiefsten Provinz. Irgendwie auch schade."
    Walter Delabar auf literaturkritik.de, Nr. 4, April 2008.
  • "Kommen wir zum Absacker – das ist nicht inhaltlich, sondern alkoholisch gemeint. In „Bis nichts mehr geht“ bringt uns Jean Amila (1910 – 1995), Autor der legendären „Série Noire“, in ein kleines Dorf der Normandie, in dem selbst die Kinder schon nach Calvados stinken. Die neue Grundschullehrerin findet schnell heraus, dass der gesamte Ort von der Schwarzbrennerei lebt, und nimmt entschlossen den Kampf gegen den Alkohol auf …
    Amilas kleines Buch („Jusqu’à plus soif“, 1962) wirkt zunächst irgendwie aus der Zeit gefallen, entwickelt dann aber einen immer stärkeren Sog bis zu seinem explosiven Finale: Wo Hochprozentiges gekippt wird und sich Leute ins Abseits gestellt sehen, da liegt Gewalt in der Luft – damals wie heute."
    Erschienen am 27. Januar 2008 in Sonntagsjournal und Nordsee-Zeitung.
  • "[...] Jean Amilas Krimis wie „Bis nichts mehr geht“, ab den 50ern in Marcel Duhamels berühmter „Série Noire“ erschienen und vom Saarbrücker Conte Verlag wiederentdeckt, sind beste Spannungsliteratur mit schrägen Dialogen und markantem Personal. Sie verbreiten das Flair einer Zeit, als sich Krimi-Verbrechen noch nicht durch die abartigste Untat auszeichnen mussten. Sondern einfach durch bizarre Charaktere und psychologisches Kalkül. [...]"
    Veröffentlicht am 19. Februar 2008 in der Saarbrücker Zeitung.
  • "Ach ja, die "Guten alten Zeiten", seufz. In "Bis nichts mehr geht", 1958 mit dem Titel "Juscu' á plus soif" erschienen, sind sie noch quicklebendig. Man trödelt vor sich hin in der idyllischen Normandie, in verschlissener Lederjacke, Strickpullover, verbeulter Kordhose, die Fluppe im Mundwinkel, den nächsten Schwarzdeal im Auge, denkt: "Das hat doch Zeit bis morgen!" und schielt den Frauen auf den Hintern. (Als Mann, versteht sich.)
    Alkoholismus ist noch ein ganz natürliches, dörfliches Fänomen. Eine lokale Sache, der sich auch ein Pfarrer nach fünf Jahren wackeren Widerstrebens ergibt. Doch selbst als Frau lässt man sich gern gehen und säuft nebenher seinen Schuss mit Kaffee. [...]
    Fazit: Gute alte Gaunerkomödie im Stil der Série Noire."
    Barbara Keller auf berlinkriminell.de am 07. Januar 2008.
  • "Wie schwer und hart der Kampf gegen das Rauchen sein kann, das zeigen die mal mehr mal weniger sinnvollen Beschlüsse, Raucher aus der Gesellschaft auszuschließen. Wie viel mehr Anstrengungen bedarf es da, Menschen den Alkohol zu verbieten?!? Liest man den irrwitzigen Roman Bis nichts mehr geht des Franzosen Jean Amila wird man sehen: Sinn macht es keinen - denn die beste nicht nur denk- sondern wahrscheinlich auch lebbare Gesellschaftsform ist die hemmungslos besoffene! [...]
    Jean Amila bietet in seinem Thriller Bis nichts mehr geht einen bunten Strauß aus schwarzem Humor, temporeichen Schilderungen und einer aberwitzigen fast absurden Handlung und verbindet das alles mit charmantem Lokalkolorit französischer Lebensart. [...] Amilas Werk erscheint nun wieder im Conte-Verlag - und man fragt sich, ob der Qualität und Zeitlosigkeit seiner Texte, warum Amila so lange Zeit in Deutschland nicht lieferbar war. Aber wie es sprichwörtlich so schön und hoffnungsfroh heißt: Was lange währt, wird endlich gut!
    Eine tolle Wiederentdeckung eines voreilig vergessenen Autors!"
    Dominik Nüse am 20. Dezember 2007 auf literature.de