Der Roman Das Fest der Nacht folgt Arzhel, dem Sänger der bretonischen Unabhängigkeit, in sieben Bildern. Der Regionalismus erlebt in der Folge des Pariser Mai 1968 einen Aufschwung. Doch es ist ein letztes Aufflackern. Durch ein Fanal der politischen Gewalt will Arzhel die herrschende Ordnung mit sich untergehen lassen. Die Erzählung Der eingebildete Barde, der die Sehnsucht nach der bretonischen Kultur und den Verrat an Frankreich wieder aufgreift, ergänzt diese Ausgabe, wie schon die französische Ausgabe von 1979 im Verlag Mazarine. 

 

Xavier Grall, 1930-1981, provoziert hier sowohl seine bretonischen als auch seine französischen Landsleute. Dem kulturellen und wirtschaftlichen Abstieg, dem Verschwinden regionaler Identität setzt er den Aufstand gegen die französische Zentralmacht entgegen. Grall verschrieb sich dem Wiederaufleben des Regionalismus an dem historischen Scheitelpunkt der späten Sechzigerjahre. Bis heute resultiert daraus sein Ruhm als Nationaldichter der Bretagne.

 

 

 

978-3-936950-61-8
160 Seiten, Einband
14,90€
 

 


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