Dr. Bernhard Trittelvitz - Meine Patienten die Kumpels und ich

Dr. Bernhard Trittelvitz
Meine Patienten die Kumpels und ich
25 Jahre Arzt an der Saar

Bernhard Trittelvitz zeichnet ein Sittengemälde der saarländischen Bergarbeiterschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Er rekapituliert darin 27 Jahre seiner Vita, die mit der Geschichte des Saarlands in Beziehung steht. 1907 findet er in der damaligen Saarregion eine Festanstellung als Dorfarzt. Die Menschen seien hier „klatschsüchtig“ und „falsch“, hört er in Norddeutschland. Anfangs scheint sich das auch zu bewahrheiten. Als wäre dies nicht schon schlimm genug, plagt ihn zudem großes Heimweh. Doch er lebt sich in seiner neuen Heimat langsam ein und kommt erstmals mit der saarländischen „Gutmütigkeit“ in Kontakt. Trittelvitz’ Erinnerungen begleiten die Saarregion politisch vor, während und nach dem Ersten Weltkrieg. Er beschreibt seine innere Wandlung vom Neuling zum souveränen Arzt, der Bergarbeiter zu seinen Freunden zählt. Die Völkerbundsverwaltung des Saargebiets bildet das Hauptthema des letzten Teils. In einer Anekdote, in der die Bewohner ihr Dorf in den Reichsfarben schmücken, zeigt Trittelvitz, wie in der Ablehnung der Franzosen eine Einheit entsteht. Als die Erinnerungen 1934 vor der Saarabstimmung erscheinen, ist das Ergebnis darin vorweggenommen.

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