Das Journal des Philippe de Vigneulles - Aufzeichnungen eines Metzer Bürgers

Das Journal des Philippe de Vigneulles
Aufzeichnungen eines Metzer Bürgers (1471-1522)


Eine Übersetzung des im Metzer Altfranzösisch von Dr. Heinrich Michelant herausgegebenen "Gedenkbuches des Metzer Bürgers Philippe von Vigneulles" aus den Jahren 1471 bis 1522.
Nach der Handschrift des Verfassers 1852 in der Bibliothek des Literarischen Vereins zu Stuttgart als Band 24 erschienen. Mit freundlicher Genehmigung des Verlags Anton Hiersemann.
Übersetzung und Nachwort von Waldtraut und Eduard Schuh und Monika Schlinkmann.

Das Journal:
Geiselnahmen, grausame Hinrichtungen, Naturkatastrophen, Kleinkriege, Verbrechen aller Art, Lehr- und Wanderjahre in Italien, verworrene Liebesgeschichten, Pest, fromme Pilgerfahrten, fröhliche Stadtfeste - all das gehört zu den Erlebnissen und Erinnerungen des Philippe de Vigneulles. Der Textilhändler und Tuchweber war ein einflussreicher und wohlhabender Bürger der französischsprachigen freien deutschen Reichsstadt Metz. Sein "Journal" ist eines der frühesten Selbstzeugnisse bürgerlichen Lebens im ausgehenden Mittelalter.
Philippe schreibt, wie er spricht: Den Metzer Dialekt des 15./16. Jahrhunderts. In behäbigem Erzählton schildert er sein Leben. Es ist, als hörten wir ihm dabei zu, wie er schlicht und ganz, wie ihm der Schnabel gewachsen ist, seinen Kindern und Kindeskindern von den Freuden und Leiden eines außergewöhnlichen Lebens erzählt, damit sie sich daran erbauen und die richtigen Lehren daraus ziehen.
Als Autor einer mehrbändigen "Chronique" der Stadt Metz hat Philippe es zu einiger Berühmtheit gebracht. Ein "Collège" und ein Platz sind nach ihm benannt und sorgen dafür, dass die Erinnerung an ihn unter den Metzer Bürgern weiter lebt.