Xavier Grall stammt aus dem Finistère. Er wurde 1930 in Landivisiau geboren und streng katholisch erzogen. Grall leistete seine Wehrpflicht in Marrokko ab und wurde als 26-jähriger Reservist zum Algerienkrieg eingezogen. Diese Erfahrung störte sein Bild von der großen französischen Nation nachhaltig, führte ihn zur Wiederentdeckung seiner bretonischen Identität und zur Parteinahme für die Autonomiebewegung. Die mystische Verklärung der Bretagne findet sich auch in seinen Texten wieder. Bekannte Folkloregruppen wie Dan ar Braz intonieren noch heute seine Gedichte. Angst und Zauber war der zweite Roman des Lyrikers und Journalisten, der 1981 an einer Lungenerkrankung starb. Die stetig wachsende Bedrohung sowie das Streben nach Erlösung seines Protagonisten schildert er in einer Sprache, die in Intensität, Bildhaftigkeit und Drastik an Célines düstere Reise ans Ende der Nacht erinnert.